Über 100 Überprüfungsanträge abgegeben

Natürlich war die Kölner ARGE am 8. Februar 2010 vorbereitet und hatte die KEA-Pressemitteilung zuvor sehr wohl gelesen. Einige Sicherheitsbeamte der ARGE beäugten im dezenten Abstand gelassen das Treiben als etwa 20 bis 30 Mitstreiter der 'Zahltag!'-Kampagne ins Foyer drängten, es mit Transparenten gestalteten und den KEA-Infotisch aufbauten.

Hier gab's denn auch die vorbereiteten Formulare, um sich im Zuge des für morgen erwarteten Urteils des Bundesverfassungsgerichtes über die (Un)Rechtmäßigkeit des Alg2-Regelsatzes ggf. rückwirkende Ansprüche zu sichern.

AntragsabgabeDie Chancen sind nicht sehr groß, aber nach unseren "Berechnungen" durchaus höher als beim Lotto den Jackpot zu knacken. Der Antrag kostet nix und ist unter Berücksichtigung der Vielzahl bundesweit durchaus auch ein demonstratives Signal. In mindestens 60 weiteren Städten waren zeitgleich ähnliche Aktionen angekündigt. Bereits seit einigen Monaten standen die Formulare im Internet zur Verfügung.

Heute wurden die meisten Formulare in den Wartezonen von ARGE Süd und Mitte (beide Luxemburger Str.) ausgefüllt und von den Betroffenen selbstständig abgegeben. Mehr als 30 wurden am Ende in einem eigens dafür eröffneten Büro im Paket abgegeben. Gegen 'Empfangsbestätigung' versteht sich. Insgesamt waren knapp über 100 Formulare vorbereitet, die allesamt genutzt wurden.

Die Urteilsverkündung des Verfassungsgerichtes überträgt die ARD morgen ab 09:55 Uhr live aus Karlsruhe.