ARGE Köln

RSS-IconBerichte über die ARGE Köln – neuere Berichte (nach dem 01.01.2011) sind unter Jobcenter Köln zu finden.

Vorfall in der ARGE Süd: Wie kaltblütig muss man sein?

Bereits vor sechs Monaten machte ein Betroffener (Name ist der Redaktion bekannt.) die ARGE im Rahmen seines Fortzahlungsantrags (Alg2) auf eine Mieterhöhung von etwas über 10,- Euro aufmerksam und legte das entsprechende Schreiben des Vermieters (Stadt Köln) bei. Sechs Monate hatte die ARGE Zeit, die Kosten der Unterkunft vollständig zu übernehmen oder aber diverse Unterlagen zur Aufklärung des Sachverhaltes anzufordern. Sechs Monate tat die ARGE nix und ignorierte das Begehren des Betroffenen.

Nur durch Zufall

Ibrahim [richtiger Name ist der Redaktion bekannt] hat vor ca. zwei Monaten seine Frau verlassen und wurde durch die Stadt zwischenzeitlich in einem Hotel untergebracht. Weil dies alles andere bedeutet als „Service all inclusive“, begab sich Ibrahim sofort auf Wohnungssuche. Die Bestätigung der Umzugsnotwendigkeit – womit sich die ARGE Köln zur Übernahme der anfallenden Kosten (Umzug, Kaution, Renovierung, Erstausstattung, Miete, …) verpflichtet – hatte er in der Tasche, auch das Merkblatt über die Grenzen der „Angemessenheit“ in Sachen Wohnungsgröße und Kosten. Und endlich wurde er fündig.

„Die haben wir fertig gemacht.“ – Vorfall in der ARGE Kalk

Trotz gesetzlich verankerter Beratungspflicht seitens der ARGE gegenüber ihren so genannten „Kunden“ wird eine Familie über Monate oder gar Jahre schlichtweg hingehalten. Erst als diese sich eigeninitiativ um Hilfe bemühte und sich einige erfahrene Beistände der Sache annahmen, konnten die Rechtsansprüche der Familie geordnet und letztlich auch erkämpft werden.

Sogar den Bedarfsermittlungsdienst ließen die Betroffenen über sich ergehen und dennoch bekamen sie Monat für Monat schlicht zu wenig Kohle. Damit sollte nun Schluß sein. Die Beistände berichten von haarsträubenden Holzhammermethoden [sic!] bei der ARGE Köln-Kalk (Bergischer Ring), was wir hier auszugsweise wiedergeben wollen:

ARGE Köln-Chorweiler lässt Familie hungern

Ein aktueller Vorfall bei der ARGE Nord in Chorweiler beschäftigt die KEAs. Auf Anraten (die Betroffenen sprechen von "Drängen") des Sachbearbeiters hatte die Frau (und Mutter zweier Kinder) einen Rentenantrag gestellt. Dieser wurde genehmigt, jedoch kommt díe Rente erst zum Monatsende (März). Das verbleibende ALG 2 der Bedarfsgemeinschaft reicht nach Zahlung von Miete, Strom, Telefon und diversen Einkäufen selbstverständlich nicht bis zum Monatsende. Die ARGE akzeptiert und genehmigt auch ein so genanntes Überbrückungsdarlehen (und unterstellt richtiger Weise auch kein unwirtschaftliches Verhalten).

Mieses Spiel mit Lebensmittelgutscheinen – Ein Fallbeispiel

Im Folgenden dokumentieren wir auszugsweise den persönlichen Bericht eines Erwerbslosen in Köln-Porz. Sofern die Angaben des Betroffenen (Name ist der Redaktion bekannt) sich als wahr erweisen sollten, wurde dieser womöglich rechtswidrig mit einem Gutschein gedemütigt. Die KEAs haben in dieser Angelegenheit die Überprüfung des Sachverhalts übernommen. Um die Anonymität des Betroffenen zu wahren, wurden zeitliche und namentliche Zusammenhänge in der nachfolgenden Veröffentlichung ausgelassen.

Lebensmittelgutscheine: Zunehmender Unmut unter ARGE-Mitarbeitern

„Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht.“, bekennt in der ARGE Mitte eine Sachbearbeiterin , die selbstverständlich anonym bleiben möchte.
Konfrontiert mit einem Flyer zum Thema 'Lebensmittelgutscheine' sagt sie:
„Die Angelegenheit mit den Gutscheinen wird auch unter den Kollegen durchaus kritisch diskutiert, aber mehr will ich dazu nicht sagen. Da müssen Sie einige Etagen höher gehen.“

Ein kurzer Film aus der ARGE Köln

Zahltag! Endlich wird in der ARGE Köln eine längst fällige Zahlung in bar ausgezahlt. Dazu gibt es einen Geldautomaten. Darüber eine Videokamera. Warum soll sich jemand filmen lassen? Es sei denn, er hat ein wenig Spaß dabei.

Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=Hrd5eijcmgU

Kleiner 'Zahltag!' am 02.02.09 in Köln-Mülheim

'Zahltag!' ist bei der ARGE/Jobcenter in Köln zwischenzeitlich ein Begriff, der ihr nichts Gutes verheißen soll. Die Strategie, Hartz-IV-betroffene Menschen, die zum Monatsanfang (aus welchen Gründen auch immer) kein Geld bekamen mal eben mit einem so genannten Lebensmittelgutschein abzufertigen, wird in der Regel ganz schnell fallen gelassen, wenn die Piratenfähnchen vor der Tür, auf den Fluren und in den Büros der Sachbearbeiter zu sehen sind.