Natürlich war die Kölner ARGE am 8. Februar 2010 vorbereitet und hatte die KEA-Pressemitteilung zuvor sehr wohl gelesen. Einige Sicherheitsbeamte der ARGE beäugten im dezenten Abstand gelassen das Treiben als etwa 20 bis 30 Mitstreiter der 'Zahltag!'-Kampagne ins Foyer drängten, es mit Transparenten gestalteten und den KEA-Infotisch aufbauten.
Das hat man nicht alle Tage: Betroffene setzen ihre Rechte mit Unterstützung der Polizei gegen den Starrsinn des Standortleiters der ARGE Köln-Kalk durch.
Wir wollten kämpfen, aber der Leiter der Universitäts- und Stadtbibliothek in Köln, Wolfgang Schmitz, gab sich kampflos geschlagen.
Aktion in den Gebäuden der Universitäts- und Stadtbibliothek. Hier der Inhalt des Flugblattes, das dort verteilt wird:
Bildungsstreik von oben!
Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) verlangt nun erstmalig 20 € Gebühren für ihre Benutzung - auch von Erwerbslosen!
Erwerbslose müssen den vollen Gebührensatz zahlen, es gibt keine Befreiung oder Ermäßigung.
Druck erzeugt Gegendruck
Das hat die Standortleitung der ARGE in Köln-Mülheim vielleicht schon begriffen, die dort noch neue Kötter-Security sollte es heute lernen.
Picknick und Umsonst-Flohmarkt in der ARGE Luxemburger Str. 121
Eine derzeit in den Foren und Listen der Sozialen Bewegung in Köln kursierende Rund-Mail ruft zur Solidarität am Montag, 30.11.2009, ab 09:30 Uhr an der ARGE Luxemburger Str. auf.
Normal ist das nicht, dass gleich eine ganze Meute ins ehemalige GgS-Büro einfällt und fast die gesamte Auflage des aktuellen Kölner Erwerbslosen-Anzeigers (KEA) „beschlagnahmt“, um diese innerhalb der Kölner ARGEn konzertiert zu verteilen.
Normal ist es auch nicht, dass ARGE-Mitarbeiter ein Abo für den KEA haben, aber doch, es gibt sie! Und am Dienstag, 3. November 2009, bekamen Mitarbeiter und Besucher zweier ARGE-Standorte ein (Frei-)Exemplar überbracht.