Die Mitarbeiter der Kölner Jobcenter Süd und Mitte staunten am heutigen Freitag, den 5. April 2013, nicht schlecht, als ihnen eine Mitteilung in die Büros flatterte. Unter der Überschrift "Werden Sie erwerbslos – it's fun!" sollen sie dazu motiviert werden, ihre aktuelle berufliche Situation und ihre Bewerbungsbemühungen zu reflektieren. Auch eine Eingliederungsvereinbarung gab es dazu.
In Solidarität mit den Generalstreiks in Griechenland, Portugal, Spanien und in Teilen Italiens und Belgiens demonstrierten am 14. November 2012 auch in Köln mehrere Hundert Menschen. Sowohl das Haus des DGB als auch das Institut der deutschen Wirtschaft waren Adressaten des Protestes.
"Den KEAs ist es wichtig, auch diese Form der sozialen Auseinandersetzung zu unterstützen. Die Kämpfe in den Jobcentern und die Kämpfe in den Betrieben gehen Hand in Hand."
Foto von Hans-Dieter Hey (R-mediabase)
Eine Demonstration ist der "Klassenausflug nach Köln-Marienburg" nicht geworden. "Das war auch nicht unsere Erwartung.", sagt Frank von den KEAs. Aber immerhin hatten sich ca. 30 Interessierte, trotz Formel 1 im Fernsehen, dem FC im Radio und Regen vom Himmel, auf den Weg durch das Villen-Viertel Marienburg gemacht.
Am heutigen Freitag, 2. November 2012, war es mal wieder so weit. 'Zahltag!' Wer sein Geld nicht pünktlich vom Jobcenter bekam, musste in NRW den gestrigen Feiertag 'Allerheiligen' ausharren und konnte erst heute sein Recht geltend machen. Das Jobcenter voll, wie immer zum Monatsbeginn, und dann "schmuggeln" sich auch noch 15, 20 oder mehr solidarische Menschen unter die Wartenden. Aber der Reihe nach.

Während einer Aktion am 3. November 2011 mögen es 20 bis 30 engagierte Menschen gewesen sein, die unangemeldet in der Wartezone des Jobcenters Köln-Kalk Kaffee ausschenkten, das Überlebenshandbuch der KEAs verteilten und sich für Beratung und Begleitung zur Verfügung stellten. Ein einziger Teilnehmer - der mit den auffällig blau gefärbten Haaren - wurde vom Sicherheitsdienst herausgepickt, um ihn der Polizei zu übergeben und Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu erstatten. Das war einfach! Zu einfach, wie auch das Gericht am 12. September 2012 zu Gunsten des angeklagten KEAs erkannte.
Heute, am 1. Oktober 2012, wurde für die Sicherheitskräfte des Jobcenters Köln-Kalk die Schwierigkeitsstufe etwas erhöht. Die Anzahl der Engagierten mit blauen Haaren hatte sich vervielfacht.

Am Samstag, 8. September 2012, besuchten Die KEAs die Weiterbildungsmesse in den Kölner Sartorysälen. 75 regionale und überregionale Bildungsträger stellen ihre Angebote vor. Darunter auch schwarze Schafe. Mehrere Hundert Flugblätter (Flyer 1, Flyer 2) informierten die zahlreich anwesenden Interessenten über die "Geschäfte" des Rheinischen Bildungszentrums (RBZ) und der Euro-Schulen Organisation (ESO).

Die Stadt Dortmund hatte dem Antifacamp kurzfristig einen schweren Schlag verpasst. Erst verbot das Land NRW völlig unerwartet einige auch in Dortmund agierende Nazi-Organisationen, dann einen für den 1. September geplanten Nazi-Aufmarsch, kurz darauf das diesjährige Antifacamp. Zurecht rügt das Auschwitz Komitee den Vergleich beider Engagements. Am 28. August 2012 widmeten sich die dennoch erschienenen Aktivisten ganz praktisch der sozialen Frage. Auch einige KEAs waren dabei.
Die für kommenden Donnerstag, den 19.07.2012, angekündigte Demonstration auf dem Wiener Platz gegen Diskriminierung im Amt findet NICHT statt. Solidarische Menschen treffen sich stattdessen um 09:30 Uhr auf dem No Border-Camp, um gemeinsam gegen existenzbedrohende Abschiebung zu demonstrieren.