
Über 30 Grad im Schatten und über 30 Aktivisten der 'Zahltag!'-Kampagne machten heute der ARGE in Köln Porz den Alltag etwas schwerer. Auf dem Vorplatz wartete das mobile 'Café Zahltag!' (Demnächst an wechselnden Orten in Köln!) mit Musik, Redebeiträgen, Kaffee und Frühstück auf. Im Gebäude nervten Vuvuzelas, Megaphone und jede Menge schwärmender KEAs, die als Beistände aktiv waren.

Man könnte ja mit dem Negativen zur Manöverkritik der Proteste anfangen und womöglich wehklagen darüber, dass sich die Akteure aus verschiedenen Gruppen und Initiativen etwas verzettelten. Ihre eigentliche Masse – es waren vielleicht um die 10.000 ? ;-) - kam nicht wirklich zur Geltung. So war es auch bei aktionistischen Einlagen, wo die Einen jenes, die Anderen dieses machten.
Man könnte aber auch mit dem Positiven beginnen:
Mittwoch, 28.04.2010, um 8:30 Uhr am Eingang ARGE Mitte
Am 28. April laden Kölner Leiharbeitsfirmen und die ARGE Köln zu den "Markttage Zeitarbeit - eine Chance für Sie!" in die ARGE Mitte, Luxemburger Str. 121, ein. Wo materielles Elend und die Erpressungen durch die ARGE den repressiven Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft bestimmen, gilt es die Chancen auf Widerstand zu nutzen und die Leiharbeitsmesse zum Desaster werden zu lassen!
Samstag, 24.04.2010, um 9:00 Uhr am Messeeingang Ost (Köln-Deutz)
Proteste gegen FDP-Bundesparteitag: Einstieg in die Kopfpauschale verhindern!
Am 13. April 2010 erschien die Sonderausgabe des Kölner Erwerbslosen-Anzeigers mit dem Schwerpunkt der Maßnahme "Arbeitsdiagnostik" des Rheinischen Bildungszentrums (RBZ). Was lag da näher, dachten da Einige, als sie direkt unter den Betroffenen der Maßnahme vor Ort zu verteilen? Mehr als 20 Aktive der 'Zahltag!'-Kampagne okkupierten befristet das RBZ.
Und wieder schlug eine ca. 20köpfige, solidarische Meute am 16. März 2010 an drei Kölner ARGE-Standorten zu. Diesmal verteilten sie an Mitarbeiter und wartende Erwerbslose eine Art Steckbrief. Darin werden schwere Vorwürfe gegen die Standortleiterin in Mitte (Luxemburger Str.) erhoben.
Natürlich war die Kölner ARGE am 8. Februar 2010 vorbereitet und hatte die KEA-Pressemitteilung zuvor sehr wohl gelesen. Einige Sicherheitsbeamte der ARGE beäugten im dezenten Abstand gelassen das Treiben als etwa 20 bis 30 Mitstreiter der 'Zahltag!'-Kampagne ins Foyer drängten, es mit Transparenten gestalteten und den KEA-Infotisch aufbauten.