Kölner Erwerbslosen-Anzeiger  RSS-Icon

Onlineausgabe

Die deutsche Fabienne im Hamburger Jobcenter

Inge Hannemann ist eine Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin und fühlt sich dem Grundgesetz gegenüber verpflichtet. Darüber hinaus pflegt sie einen kritischen Internetblog. Geht das überhaupt zusammen? Offenbar nicht. Der Arbeitgeber hatte sie für den 8. März zum persönlichen Gespräch geladen, um über die Inhalte des Blogs zu sprechen und darüber, ob sie an allen Äußerungen festhalten möchte oder nicht.

E-Mail an meine Sachbearbeiterin

Liebe Frau Sachbearbeiterin,

zu allererst entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen erst jetzt schreibe, bisher fehlte mir die Zeit und ich denke, dass die Kommunikation zumindest über meinen Anwalt mit Ihrer Behörde sehr gut läuft.

Zunächst möchte ich Ihnen erst einmal dazu gratulieren, dass Sie es nun endlich als eine/r von drei Sachbearbeitern fertig gebracht haben, mich zu sanktionieren, mein Existenzminimum anzugreifen und damit meine Grund- und Menschenrechte zu untergraben. Herzlichen Dank dafür, denn nur durch Sie ist es nun möglich den Klageweg gegen dieses Unrechtssystem "Hartz IV" zu beschreiten.

"KEAs @ Fründe"-Party am 15. März 2013

Helfende Hände treffen sich wie immer ab 17:30 Uhr im NaturFreundeHaus Köln-Kalk, die Vorbereitungen gehen nahtlos in die Party über.

Live-Acts: Die Beatgeurillas (Rock/Blues/Jazz/Psychedelic ...) und DJ Marco ab 20:00 Uhr.

Bundessozialgericht korrigiert sich. Eingliederungsvereinbarungen sollen vereinbart werden.

Eingliederungsvereinbarungen sollen vereinbart werden? Das klingt logisch und eine ganze Zeit lang nach Einführung von Hartz-IV konnte man sich auf diese Logik berufen. Dann war beim Jobcenter plötzlich Schluss mit lustig. "Und bist du nicht willig, erlasse ich den Verwaltungsakt." Auch damit ist jetzt Schluss.

... dass der Mensch aufhört, ein "erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen" zu sein!

Mit den Worten Rudi Dutschkes umschreibt die Offenbacher 'Erwerbsloseninitiatiative SGB 2 Dialog' ein wesentliches Ziel ihrer Selbstorganisierung. Bereits seit einigen Jahren ist der Verein in der Beratung und Begleitung Hartz-IV-Betroffener aktiv. Auch ähnlich interventionistisch, wie wir es von den KEAs kennen. Und sie haben allen Grund dazu.

Das Überlebenshandbuch – Jetzt auch in Weimar

Überlebenshandbuch aus Weimar
In immer mehr Städten verteilen verschiedene Gruppen und Initiativen das Überlebenshandbuch der KEAs. In Weimar hat sich jetzt das Bündnis SozialTransFair die Druckvorlage mit freundlicher Genehmigung zu eigen gemacht. Gut so!

Das Überlebenshandbuch, jetzt auch in russischer und türkischer Sprache verfügbar.

Bitte achtet auf redaktionelle Änderungen (Auflagen-Nr.), sofern der Inhalt einer neuen Rechtslage angepasst werden muss.

Leutheusser-Schnarrenberger will Hartz-IV-Betroffene weiter entrechten

Sie ist Justizministerin der Bundesregierung und in der FDP. Sie hat Macht, die sie schlimmstenfalls auch auf Menschen ausüben kann. In einem Gesetzesvorschlag möchte sie die Prozesskosten- und Beratungshilfe für Geringverdiener und Erwerbslose aushebeln und nur noch als Darlehen zur Verfügung stellen. Hier kann man online eine Petition dagegen unterzeichnen.

'Pro Köln' in die Suppe spucken!

Die rechtsextreme Bürgerbewegung 'Pro Köln' möchte am kommenden Samstag, den 26.01. 2013, in Porz-Urbach eine Kundgebung gegen die Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Hotel Dürscheidt veranstalten.

Dieser rassistischen Hetze gilt es aktiv entgegenzutreten! Kommt zahlreich nach Köln-Porz!

Treffpunkt: 10 Uhr, Ecke Kaiserstraße / Am Schwanebitzer Hof.