Kölner Erwerbslosen-Anzeiger  RSS-Icon

Onlineausgabe

Hausverbot für Inge Hannemann

Weil sie sich öffentlich kritisch zu Hartz IV äußerte, wurde die Sachbearbeiterin des Hamburger Jobcenters, Inge Hannemann, gestern kurzerhand von ihrem Job "freigestellt". Ein Vorwurf von vielen, den ihr der Arbeitgeber vorhielt, war der Unmut vieler Jobcentermitarbeiter darüber, dass immer mehr "Kunden" selbstbewusst ihre bedingungslose Mitwirkung hinterfragen und sich dabei auf Hannemann beziehen würden. Gut so! Dann war ihr Engagement nicht umsonst. Interview bei 'gegen-hartz.de'

KEAs senken Sanktionsquote in Köln

In Sachen Sanktionen gegen Erwerbslose liegt das Jobcenter Köln etwas unter dem Bundesdurchschnitt. Der beträgt 3,4 Prozent (aller Hartz-IV-Betroffener), in Köln 2,7. Und der am 17.04.2013 im Kölner Stadt Anzeiger zitierte stellvertretende Geschäftsführer des Kölner Jobcenters, Olaf Wagner, glaubt allen ernstes, es läge allein an der moralischen Einstellung seiner Behörde. Das ist nicht fair!

Engagierte Mitstreiter aus Offenbach brauchen Hilfe! – Spendenaufruf

Bei den KEAs ist eine Spende bereits beschlossene Sache, man wartete eigentlich nur noch auf den Hilferuf. Der ist jetzt da, sofern sich unsere engagierten Freunde aus Offenbach juristisch gegen Hausverbote im Jobcenter und Anzeigen wegen Hausfriedensbruch zur Wehr setzen müssen.

Werden Sie erwerbslos – it's fun!

Die Mitarbeiter der Kölner Jobcenter Süd und Mitte staunten am heutigen Freitag, den 5. April 2013, nicht schlecht, als ihnen eine Mitteilung in die Büros flatterte. Unter der Überschrift "Werden Sie erwerbslos – it's fun!" sollen sie dazu motiviert werden, ihre aktuelle berufliche Situation und ihre Bewerbungsbemühungen zu reflektieren. Auch eine Eingliederungsvereinbarung gab es dazu.

Wir sind Bert Neumann!

Das Jobcenter Spree-Neiße setzt einen an Morbus Crohn erkrankten Menschen mal eben auf Null. Keine Regelleistung, keine Miete! Als Gratis-Erniedrigung gibt es einen Lebensmittelgutschein oben drauf. Aber Bert Neumann hat Freunde. Die KEAs gehören dazu!

Sparkasse kündigt Nutzungsvertrag mit dem AZ Köln

PM: „Eine Kündigung ist keine Räumung“

Die Sparkasse Köln Bonn hat am Mittwoch, den 13. März 2013, wie von der Stadt Köln verlangt den Nutzungsvertrag mit dem Autonomen Zentrum Köln (AZ) zum 30. Juni 2013 gekündigt. Dieser Schritt war von den Nutzerinnen und Nutzern des AZ spätestens seit einem entsprechenden Beschluss des Kölner Stadtrats Anfang 2012 erwartet worden. „Für uns hat sich die Situation seit gestern nicht grundlegend geändert“, so Sarah Gathmann aus dem Autonomen Zentrum. „Es wird jetzt nur umso klarer, dass es möglichst bald eine politische Lösung für das AZ braucht.“

Weiterlesen auf az-koeln.org

Die deutsche Fabienne im Hamburger Jobcenter

Inge Hannemann ist eine Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin und fühlt sich dem Grundgesetz gegenüber verpflichtet. Darüber hinaus pflegt sie einen kritischen Internetblog. Geht das überhaupt zusammen? Offenbar nicht. Der Arbeitgeber hatte sie für den 8. März zum persönlichen Gespräch geladen, um über die Inhalte des Blogs zu sprechen und darüber, ob sie an allen Äußerungen festhalten möchte oder nicht.

E-Mail an meine Sachbearbeiterin

Liebe Frau Sachbearbeiterin,

zu allererst entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihnen erst jetzt schreibe, bisher fehlte mir die Zeit und ich denke, dass die Kommunikation zumindest über meinen Anwalt mit Ihrer Behörde sehr gut läuft.

Zunächst möchte ich Ihnen erst einmal dazu gratulieren, dass Sie es nun endlich als eine/r von drei Sachbearbeitern fertig gebracht haben, mich zu sanktionieren, mein Existenzminimum anzugreifen und damit meine Grund- und Menschenrechte zu untergraben. Herzlichen Dank dafür, denn nur durch Sie ist es nun möglich den Klageweg gegen dieses Unrechtssystem "Hartz IV" zu beschreiten.