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Onlineausgabe

Ist Inge Hannemann eine Hartz-IV-Rebellin? Kann gar nicht sein.

Als die Meldung heute über den Ticker lief, dachten wir uns: Na, endlich bedient mal jemand unsere Satire-Rubrik. Als unsere Redakteure aber nachrecherchierten mussten wir überrascht feststellen: Die meinen das ernst. In ungewöhnlich hilfloser, aggressiver bis diffamierender Tonart, ganz wie eine beleidigte Leberwurst, versucht sich die Bundesagentur für Arbeit gegen die Vorwürfe ihrer "kaltgestellten" Mitarbeiterin Inge Hannemann zu wehren. Die stimmen nämlich alle gar nicht, behauptet die BA. Denn:

"Wer in einem Jobcenter arbeitet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten."
(Klarstellung per Pressemitteilung Bundesagentur, 14.06.2013)

Wie bitte? Das glauben wir jetzt nicht. Offenbar leben dann zigtausende Betroffene und auch Die KEAs in einer Art Tagtraum, wenn sie von bisweilen schwerwiegenden Vorkommnissen im Jobcenter erfahren.

Wohin mit unserer Wut? – Bürobesetzung im Jobcenter Köln-Mülheim

Die Frage tauchte beim letzten KEA-Treffen auf: Wie gehen wir damit um, wenn das Kölner Jobcenter trotz gültiger Rechtsprechung, trotz einer gerichtlichen Anordnung und trotz der Begleitung durch einen KEA-Beistand eine Mutter und ihre zwei Kinder hungern lässt? "Fragen wir doch mal die zuständige Standortleitung.", dachten sich Die KEAs und besuchten am 11. Juni 2013 unangemeldet und im Schwarm das Büro am Wiener Platz.

Die KEAs aktualisieren ihr Selbstverständnis

Wir fordern nix

Wir fördern!

Sechs Jobcenter und Arbeitsagenturen in Berlin angegriffen

Nur eine Nacht nach einem Brandanschlag, der wiederholt empfindlich und länger anhaltend den Nah- und Regionalverkehr traf, wurden am 2. Mai in Berlin sechs Jobcenter und Arbeitsagenturen sowie ein SPD-Büro mit Steinen, Farbe und Feuer angegriffen. In ihrem Bekennerschreiben beziehen sich die Akteure u.a. auf "Hartz IV", Sanktionen, Arbeitszwang und Zwangsräumungen. Erst kürzlich ist in Berlin eine ältere Frau, zwei Tage nach einer Zwangsräumung verstorben.

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Die KEAs beim 1. Mai 2013

Transpi der KEAs am 1. Mai 2013

"Alles, was uns fehlt, ist Eure Solidarität." Eine simple Feststellung, eine simple Grußbotschaft der KEAs an die vorbei marschierenden Gewerkschaften.

Recht auf Stadt! Auch in Köln

Auch in Köln vereinen sich zwischenzeitlich engagierte Menschen lose unter dem Überbegriff "Recht auf Stadt!" Ein wesentlicher Schwerpunkt hierbei sind freilich Themen, wie 'Wohnen' und (bezahlbarer) 'Wohnraum', aber auch Fragen, was uns Stadt bedeutet und was wir mit ihr anfangen können. Jetzt ging der sogenannte „Leerstandsmelder“ für Köln ans Netz. Ein ambitioniertes Projekt.

Veranstaltung mit Helga Spindler

Die Linke Erwerbslosenorganisation L.E.O. lädt am Montag, den 29.04.2013, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung mit der Arbeits- und Sozialrechtlerin Prof. Dr. Helga Spindler. Es geht um eine kritische Auseinandersetzung mit dem von SPD und Grünen angestrebten "echten sozialen Arbeitsmarkt". Beginn: 19:00 Uhr, im Naturfreundehaus Kalk