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Onlineausgabe

Flashmob bei Inge Hannemann in Köln

Während Ihrer Vortragsreise machte die vom Jobcenter Hamburg freigestellte (Ex-)Mitarbeiterin Inge Hannemann am 23. Juli 2013 Station in Köln. Eingeladen hierzu hatte die Linke Erwerbslosenorganisation LEO. Für Irritationen sorgte ein Flashmob, der vor allem Hannemanns früheres solidarisches Umfeld kritisch hinterfragen wollte. Die Aktion war nur kurz, die Irritationen hingegen dauern an. Stecken Die KEAs dahinter?

Sarrazin verhindert Abschiebung

Viele Erwerbslose, die an den Namen Sarrazin erinnert werden, denken reflexartig an Thilo und seine Gourmet-Speisekarte á 4,90 Euro pro Tag für Hartz-IV-Betroffene und an seine kühne These "Deutschland schafft sich ab." Jetzt trat ein ganz anderer, besserer Sarrazin auf und verhinderte durch ein ungewöhnlich menschliches Verhalten eine Abschiebung. Wir verweisen auf einen Artikel aus der taz und bekunden Liebe, Solidarität und jede Menge Respekt!

Die KEAs

http://taz.de/Kanadier-verhindert-Abschiebung/!118620/

Ist Inge Hannemann eine Hartz-IV-Rebellin? Kann gar nicht sein.

Als die Meldung heute über den Ticker lief, dachten wir uns: Na, endlich bedient mal jemand unsere Satire-Rubrik. Als unsere Redakteure aber nachrecherchierten mussten wir überrascht feststellen: Die meinen das ernst. In ungewöhnlich hilfloser, aggressiver bis diffamierender Tonart, ganz wie eine beleidigte Leberwurst, versucht sich die Bundesagentur für Arbeit gegen die Vorwürfe ihrer "kaltgestellten" Mitarbeiterin Inge Hannemann zu wehren. Die stimmen nämlich alle gar nicht, behauptet die BA. Denn:

"Wer in einem Jobcenter arbeitet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten."
(Klarstellung per Pressemitteilung Bundesagentur, 14.06.2013)

Wie bitte? Das glauben wir jetzt nicht. Offenbar leben dann zigtausende Betroffene und auch Die KEAs in einer Art Tagtraum, wenn sie von bisweilen schwerwiegenden Vorkommnissen im Jobcenter erfahren.

Wohin mit unserer Wut? – Bürobesetzung im Jobcenter Köln-Mülheim

Die Frage tauchte beim letzten KEA-Treffen auf: Wie gehen wir damit um, wenn das Kölner Jobcenter trotz gültiger Rechtsprechung, trotz einer gerichtlichen Anordnung und trotz der Begleitung durch einen KEA-Beistand eine Mutter und ihre zwei Kinder hungern lässt? "Fragen wir doch mal die zuständige Standortleitung.", dachten sich Die KEAs und besuchten am 11. Juni 2013 unangemeldet und im Schwarm das Büro am Wiener Platz.

Die KEAs aktualisieren ihr Selbstverständnis

Wir fordern nix

Wir fördern!

Sechs Jobcenter und Arbeitsagenturen in Berlin angegriffen

Nur eine Nacht nach einem Brandanschlag, der wiederholt empfindlich und länger anhaltend den Nah- und Regionalverkehr traf, wurden am 2. Mai in Berlin sechs Jobcenter und Arbeitsagenturen sowie ein SPD-Büro mit Steinen, Farbe und Feuer angegriffen. In ihrem Bekennerschreiben beziehen sich die Akteure u.a. auf "Hartz IV", Sanktionen, Arbeitszwang und Zwangsräumungen. Erst kürzlich ist in Berlin eine ältere Frau, zwei Tage nach einer Zwangsräumung verstorben.

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Die KEAs beim 1. Mai 2013

Transpi der KEAs am 1. Mai 2013

"Alles, was uns fehlt, ist Eure Solidarität." Eine simple Feststellung, eine simple Grußbotschaft der KEAs an die vorbei marschierenden Gewerkschaften.