Kölner Erwerbslosen-Anzeiger  RSS-Icon

Onlineausgabe

Porz am Rhein

Da waren wir gestern in Porz, es ging nur um einen Fortzsetzungsantrag, der aber als Erstantrag behandelt wurde, da die ARGE seit mehreren Monaten keine Zahlungen geleistet hat (wir werden noch klären, warum nicht).

Aber: Zuerst sollte nur ein Beistand mit ins Büro, dann sollten Unterlagen eingereicht und Erklärungen unterschrieben werden, die nicht leistungsrelevant sind. Ansonsten gäbe es kein Geld. Und so weiter und so fort (es ist immer die selbe Leier mit dem »Orientierungsservice«).

Es geht doch!

Die Vorgeschichte war langweilig wie immer: Jemand unterschreibt eine Eingliederungsvereinbarung, deren Inhalt er nicht versteht. Er glaubt an eine Vermittlung und in Wirklichkeit hat er es mit einem 1-€-Job zu tun.

Nun wandte er sich an uns und wir (KEAs und Freunde) marschierten zur ARGE. Der PAP hatte keine Zeit und sah sich sowieso ausser Stande, etwas zu entscheiden, also ging es zum Teamleiter.

Obdachlose an die Arbeit!

Heute am Ottmar-Pohl-Platz:

Ein Obdachloser stand ohne Geld da. Er wurde von der Information in die falsche Abteilung geschickt. Nach sehr langer Wartezeit dort sagte man ihm, er müsse in eine andere Abteilung.

Dort war aber inzwischen alles geschlossen. Die Sachbearbeiterin war zwar da, sah aber keine Veranlassung, sich mit dem Fall auseinander zu setzen.

Er könne aber zum Sozialdienst katholischer Männer (SKM) gehen, dort vier Stunden arbeiten und dafür 5,20 Euro kassieren. Wenn er nicht arbeitsfähig sei, genüge es aber auch, sich einfach vier Stunden mit dem Sozialarbeiter zu unterhalten. Dafür gebe es auch die 5,20 €.

Es handelt sich somit nicht um sinnvolle Arbeit, die bezahlt wird, sondern um Wohlverhalten!