Die KEAs e. V.

Wir vertreten uns selbst!
Erwerbslosigkeit ist weder persönliches Schicksal noch schuldhaftes Vergehen der Betroffenen! Erwerbslose werden zunehmend sozial und finanziell isoliert. Im Rahmen der Selbsthilfe wollen wir einen Beitrag dazu leisten, Interessen im Sinne menschlicher Würde und menschlicher Grundrechte aus der Perspektive eigener Betroffenheit heraus zu artikulieren und selbstbewusst nach außen zu vertreten.

Unser Name ist Programm!
Neben der Herausgabe des »Kölner Erwerbslosen-Anzeigers (KEA)« begleiten sich die KEAs gegenseitig beim Gang zum Jobcenter o.a. Ämtern, bieten offene Beratungen zu Hartz IV, unterstützen kreative Protestformen gegen Sozialabbau, aber auch Engagements auf soziokultureller Ebene, sich das Leben gemeinsam einfach etwas schöner zu gestalten. Die gefühlte EIGENnützigkeit in dem Sinn, dass es jedem KEA Spaß macht, ist dabei ein MUSS!

KEAs kommen niemals allein!
Das „Wappentier“ ist der neuseeländische Berg-Papagei Kea, der zu den intelligentesten Vögeln der Erde gehört (Film). Seine Strategie: Er tritt stets im Kollektiv auf und weiß sich Arbeit und Nahrung mit anderen solidarisch zu teilen.

Die KEAs verstehen sich als ein politisch motivierter Zusammenschluss,sich gemeinsam gegen die Schikane des Jobcenters und gegen Hartz IV und soziale Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen. Wenn man so will, haben wir damit unsere eigene kleine, aber feine "Gewerkschaft" gegründet, unsere Interessen fortan SELBST zu vertreten.

Punktuell können wir sehr erfolgreich agieren. Insofern laden wir alle recht herzlich ein, sich uns und unserem Engagement anzuschließen! Unsere Treffen finden donnerstags, 17:00 Uhr, im NaturFreundehaus Kalk statt.

Für Nichtmitglieder bieten wir im gleichen Haus eine Beratung an.

Hartz-IV-Beratung
Mittwochs von 11:00 bis 14:00 Uhr
NaturFreundehaus, Kapellenstr. 9a, Köln-Kalk

Kein Termin erforderlich!
 
Wir fordern nix

Wir fördern!

Viele Hartz-IV-Betroffene und viele davon, die möglicherweise zuvor völlig unpolitisch lebten, haben sich politisiert und begreifen die Auseinandersetzungen im Jobcenter – am Tisch ihres Sachbearbeiters – als eine politische. Die wachen Augen während der schlaflosen Nächte nach einer finanziellen Sanktion oder auch nur Sanktionsandrohung haben gelernt, dass Hartz IV kein politisches Unvermögen, sondern politische Absicht ist.
Diesen (Lern-)Prozess wollen wir fördern!

Die Auseinandersetzung mit 'Hartz IV', als ein politisches Instrument der Repression und Drohgebärde gegen alle Menschen begriffen, offenbart die historische und politische Dimension und den Zusammenhang mit den Prinzipien von 'Kapitalismus'.
Diesen (Erkenntnis-)Prozess wollen wir fördern!

Sowohl die Betroffenheit als auch die Schlussfolgerungen aus den genannten Zusammenhängen mit 'Hartz IV' regen dazu an, sich solidarisch zusammen zu schließen, um der Individualisierung bzw. der Ich-Bezogenheit aller sozialen Probleme und Auseinandersetzungen entgegen zu wirken. Damit ergeben sich auch Schnittstellen jenseits der Themen „Erwerbslosigkeit“.
Diesen Prozess wollen wir fördern!

SELBSTorganisierung geht einher mit gelebter, aktiver Solidarität.
Diesen Prozess wollen wir fördern!

SELBSTorganisierung stärkt sowohl die fachliche, als auch die allgemeine Kompetenz, was Lebensqualität erhöhen kann und durch gegenseitige Partizipation auch die eigene Emanzipation.
Diesen Prozess wollen wir fördern!

Die SELBSTvertretung eigener Interessen macht unabhängig und befreit von Stellvertretern.
Diesen Prozess wollen wir fördern!

Das solidarische Miteinander stärkt die strategische Schlagkraft, sich gegen Angriffe wie 'Hartz IV' zur Wehr zu setzen. Darüber hinaus stärkt es die Position, sich allein und/oder als Gruppe in den öffentlichen, politischen Diskurs einzumischen.
Diesen Prozess wollen wir fördern!

Die KEAs e.V.
c/o Naturfreundehaus
Kapellenstr. 9a
51103 Köln

Das Selbstverständnis der KEAs gibt es auch als Flyer, der unter Materialien heruntergeladen und vervielfältigt werden kann.