Sammlung von Newsfeeds

Irreführende Schufa-Drohung rechtswidrig

gegen-hartz.de - 26. März 2015 - 0:00
In seinem Urteil vom 19. März (Aktenzeichen: I ZR 157/13) hat der Bundesgerichtshof (BGH) eine Regelung zum Androhen von Schufa-Einträgen in Mahnschreiben festgelegt. Demnach dürfen Unternehmen nicht mit der Mitteilung von Schuldnerdaten an die Schufa drohen, wenn das Schreiben nicht gleichzeitig einen Hinweis darauf enthält...

Kindergeld-Erhöhung ohne Hartz IV Familien

gegen-hartz.de - 26. März 2015 - 0:00
Zur Förderung der Familien, bei denen sich der Kinderfreibetrag nicht auswirkt, hebt die Bundesregierung das Kindergeld in gleichem Verhältnis für 2015 und 2016 an. Außerdem steigt der Kinderzuschlag ab dem 1. Juli 2016. Hartz IV Bezieher gehen allerdings faktisch mal wieder leer aus....

Schlag gegen Hartz IV

Gegenwind - 25. März 2015 - 12:43

Nach 10 Jahren Hartz-IV-Faschismus und der Weigerung der Gerichte, diesen stinkenden Haufen von G. Schröder wegzuräumen und die Grundrechte der Betroffenen zu schützen, sowie ohne die Aussicht, dass eine ausländische Macht einmarschieren wird, um den Menschenrechtsverletzungen in Deutschland ein Ende zu bereiten, angesichts schließlich der finanziellen Erpressung, der sich die Mehrheit im Parlament verschrieben hat, ist es höchste Zeit, das Widerstandsrecht aus Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes hervorzuholen.

Wie heute Kriege ohne Kriegserklärung geführt werden. so werden auch Menschenrechte abgeschafft ohne deren Abschaffung zu erklären. Wer sich nicht speziell mit der Frage beschäftigt, geht davon aus, dass die Regierung die Grundrechte schützt, wie es das Grundgesetz vorsieht, und folglich ist für diese Leute alles grundrechtskonform, was von der Regierung kommt. Ein eigenes Urteil bilden sie sich erst gar nicht.

Da auch bei Jobcenter-MitarbeiterInnen von einem solch fehlenden Grundrechtsbewusstsein auszugehen ist, bildet Aufklärung die wichtigste Maßnahme. Sie finden deshalb hier einen Auszug aus dem Grundgesetz speziell für Jobcenter-MitarbeiterInnen, damit diese ohne viel Aufwand sehen können, gegen welche Grundrechte sie täglich verstoßen. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), bei der das Grundgesetz in Buchform kostenlos bezogen werden kann, schreibt über den Inhalt: “In den Artikeln, die im Rang über allen anderen deutschen Rechtsnormen stehen, sind die grundlegenden staatlichen System und Wertentscheidungen festgelegt.” Wer also unter Schikanen eines Jobcenters leidet, sollte den betreffenden MitarbeiterInnen zunächst einen für ihre Arbeit relevanten Auszug aus Artikel 1-20 des Grundgesetzes zukommen lassen, mit der freundlichen Bitte um Beachtung.

Verbessert sich die Praxis dadurch nicht, sollten Sie Ihren Frust und Ihre Wut nicht in sich hineinfressen, sondern beim nächsten Schikanetermin an der Türklinke Tuerklinkezu dem Raum, in den Sie unter Sanktionsdrohung vorgeladen wurden, mit voller Wucht rauslassen. Türklinken halten einiges aus, und der Schlag auf die Türklinke wird die betreffende Person des Jobcenters an die Grundrechte gemahnen, vor allem, wenn Sie den für die sogenannte Meldepflicht auch von Hartz-IV-Geplagten relevanten § 309 SGB III in Absatz 3 beachten und verspätet und deshalb unerwartet und ohne anzuklopfen hereinplatzen. § 309 Abs. 3 SGB III besagt, dass Arbeitslose der Meldepflicht auch dann nachkommen, wenn sich die meldepflichtige Person zu einer anderen Zeit am selben Tag meldet und der Zweck der Meldung erreicht wird. Nutzen Sie diesen kleinen Spielraum für einen Schlag gegen Hartz IV.

Wenn die Jobcenter von Schlägen auf die Türklinken widerhallen, dann besteht eine Chance, dass sich die MitarbeiterInnen in den Jobcentern für die Abschaffung der Hartz-IV-Vollzugsordnung einsetzen und deren Anwendung verweigern. In der Masse werden sie stark genug dazu sein.

Quelle:Grundrechtsschutz-Initiative

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Lohnfortzahlung auch bei Alkoholsucht

gegen-hartz.de - 25. März 2015 - 0:00
Ist der Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn ein alkoholabhängiger Mitarbeiter nach zwei stationären Entzügen rückfällig und arbeitsunfähig wird? Das Bundesarbeitsgericht urteilte mit einem eindeutigen „Ja“ (Aktenzeichen: 10 AZR 99/14). Demnach ist die Arbeitsunfähigkeit in Folge der Alkoholsucht nicht als Selbstverschulden...

Wenn Hartz IV zum Tode führt

gegen-hartz.de - 24. März 2015 - 0:00
Ein Ehepaar, das in der vergangenen Woche tot in seiner Wohnung in Oberpframmern gefunden wurde, ist sehr wahrscheinlich Opfer seiner Armut geworden. Einen Bericht der Online-Ausgabe der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge berichtet Nachbarn, dass dem Paar der Strom abgestellt wurde, da sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Die Eheleute sind an den Folgen einer Vergiftung durch die Abgase eines Notstromaggregat...

Hartz IV: Landkreis Mayen-Koblenz treibt Methadon-Patienten systematisch zum Schwarzfahren an

PR-Sozial - 23. März 2015 - 13:47
Bonn/ Landkreis Mayen-Koblenz – Das Erwerbslosen Forum Deutschland wirft dem Landrat, Dr. Alexander Saffig (CDU) vor, anscheinend aus haushaltpolitischen Erwägungen Methadon-Patienten, die im Hartz IV-Bezug sind, seit dem 1. Februar systematisch zum Schwarzfahren und damit auch in die Kriminalität zu treiben. Bis Ende Januar gewährte das vom Landkreis Mayen-Koblenz betriebene Jobcenter Hartz IV-Beziehenden, die täglich […]

“Team Wallraff” Undercover in Jobcentern

Gegenwind - 23. März 2015 - 12:11

Obwohl ich diesen Sender, der diese Enthüllungsgeschichte auf unsere heimischen Mattscheiben geschickt hat, gefühlte hundert Jahre nicht gesehen habe, er belegt übrigens auch keine Taste auf der Fernbedienung, hat sich doch ob des Themas und des Namen Wallraff bei mir eine gewisse Neugierde und Erwartung eingestellt. Da mir die Suche im Senderverzeichnis des Fernsehers mit seinen über vier- oder fünftausend Sendern zu mühsam und die Aussicht, mir zwangsweise all die schönen Produkte, die kein Mensch braucht und die mit sehr tiefgreifenden Sprüchen garniert werden, zu abschreckend war, wollte ich mir Wallraff im Internet anschauen.

Das mit der Vermeidung von Werbung hat leider nicht hingehauen und anschauen musste ich sie mir auch, da das Filmchen bei der Werbung nicht weitergespult werden konnte. Eines gleich vornweg, nichts Neues gibt es nicht, jedenfalls für die Leute, die im Thema drinstecken oder betroffen sind. Alles Sachen die man wissen kann. Allenfalls der noch arbeitenden Bevölkerung bzw. der sogenannten Mittelschicht dürfte jetzt ganz klar sein, dass man alles zu tun hat, um seinen Arbeitsplatz zu behalten.

Doch was wird denn dem Durchschnittsdeutschen da abends vor der Klotze präsentiert. Eine Arbeitsverwaltung, die hinten und vorn nicht weiß, wo sie anfangen soll. Völlig demotivierte Vermittler, da die Aufgaben wegen zu wenig Personals kaum zu erfüllen sind und wegen befristeten Verträgen auch keine richtige Motivation aufkommt. Der ständige Druck, für die Statistik alles Mögliche erfüllen zu müssen und im Wettbewerb mit den anderen Teams und Standorten immer mit an der Spitze zu sein.

Weiter wird von den Mitarbeitern zugegeben, ihren Frust auch schon mal an den „Kunden“ auszulassen. Sie berichten aber auch, dass sie sich mehr Zeit für den Einzelnen wünschen und beklagen die sinnlosen Maßnahmen, in die sie die „Kunden“ stecken müssen. Der durchschnittliche RTL-Zuschauer weiß jetzt, dass die Mitarbeiter der Jobcenter unter katastrophalen Arbeitsbedingungen leiden und dass der Vorstand und die Politik etwas unternehmen müssen. Schließlich sind am Ende auch die „Kunden“ die leidtragenden. (Was ich mich immer wieder Frage, warum überhaupt noch Mitarbeiter der Jobcenter Mitglied bei der Gurkentruppe ver.di sind)

Somit schließt sich der logische Kreis für den deutschen Michel wieder. Hartz IV ist gar nicht so schlecht, man muss nur die Ämter mit genügend Personal ausstatten und die arbeitsmarktpolitischen Instrumente ein wenig reformieren.

Es ist eine systemstützende Reportage, auch wenn sie Missstände anprangert. Mehr Personal, würde nur eins bedeuten. Erwerbslose würden im Zweifelsfalle noch dichter „betreut“ und somit noch schneller in dem Hamsterrad der Sinnlosbewerbungen und frustrierenden Absagen laufen müssen. Es ist kein handwerklicher Fehler oder gar Stümperei seitens der Politik, nein es ist genau so gewollt, wie es jetzt läuft. Politiker sind die Kasperl des Kapitals und als solche nur die Ausführenden. Die Industrie braucht billige Sklaven und da sie nie genug bekommen kann, werden auch die Maßnahmen dahingehend immer weiter ausgebaut und verfeinert. Psychologie spielt dabei eine ganz große Rolle.

Ich setze die gesamte Belegschaft mit allerlei unterschiedlichen Mitteln unter Druck. In dem Falle mit einem Wettbewerb untereinander, quasi jeder gegen jeden. Dazu schaffe ich katastrophale Arbeitsbedingungen. Jetzt passieren ganz unterschiedliche Dinge, die aber alle dem einen Ziel dienen, nämlich die Erwerbslosen so kaputt zu spielen, dass sie sich freiwillig selbst Versklaven und zu allen Bedingungen bereit sind, einen Job anzunehmen. Die, die bei dem Spielchen über die Klinge springen, sprich krank werden, haben eben Pech gehabt, Kollateralschaden sozusagen. Sie dienen aber immer noch als abschreckendes Beispiel.

Der Mechanismus ist ganz einfach. Die so zermürbten Angestellten lassen ihren ganzen Frust an den Erwerbslosen aus, zumal sie über Jahrzehnte immer wieder suggeriert bekommen haben, wie faul doch Erwerbslose sind. Diese verbale Suggestion, ob direkt oder indirekt hat keineswegs ihre Wirkung verfehlt und verstärkt den Effekt noch erheblich. Alles in allem also hat die Konstruktion Hartz IV und Jobcenter aus der Sicht der Initiatoren die gewünschte Wirkung gebracht.

Dies hätte das Team um Wallraff der RTL-Fangemeinde vermitteln müssen. Kein herumbasteln an einem verbrecherischen System, wo es nur Verlierer geben kann, sondern eindeutig:
„Weg mit Hartz IV“

Noch ein Wort zu den Verblödungsmaßnahmen.
Wirtschaftswissenschaftler Stefan Sell mein dazu ganz klar, dass ein Großteil der Kurse sinnlos ist und den Teilnehmern dabei sogar Schaden zugefügt wird. Das ist fahrlässige oder sogar vorsätzliche Körperverletzung die man an den Leuten begeht, weil man sie regelrecht in einen Zustand reintreibt, der ihre Situation noch verschlimmert, so Stefan Sell.
Dem kann ich mich nur anschließen. Mir sind in der Beratung von Erwerbslosen genügend Personen bekannt geworden, die psychische Erkrankungen und daraus resultierend auch körperliche Beschwerden unter diesen Behandlungen ausgebildet haben. Wenn wir also von Körperverletzung sprechen, sprechen wir von einer Straftat und diese geschehen tausendfach. Wer Lust hat, kann auch einmal im Netz nach Suiziden in Verbindung mit Hartz IV suchen. Es dürften nicht wenige sein, die dieses System auf dem Gewissen hat.

Aber die Täter sind nicht nur an der Spitze zu suchen. Täter sind auch die vielen Ausführenden in den Jobcentern. Kein Mensch ist gezwungen, seine Mitmenschen zu misshandeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob derjenige die Sache durchschaut oder nicht. Es ist nicht automatisch rechtens, nur weil der Staat es für rechtens erklärt.
Wir sollten endlich aufhören, ständig Forderungen in die Welt hinauszuposaunen, die eine gewisse Verbesserung bewirken sollen. Sie wird es niemals geben, eher fallen Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Ganz klar, das System Hartz IV ist zu bekämpfen und zwar solange, bis es weg ist.

A. Pianski

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Behält das Jobcenter bewusst Hartz IV zurück?

gegen-hartz.de - 23. März 2015 - 0:00
Immer wieder werden Fälle von Hartz IV-Beziehern bekannt, bei denen das Jobcenter Günzburg offenbar willkürliche Entscheiden getroffen hat. Auch zwei Anwälte von Betroffenen vermuten, dass hinter dem Vorgehen der Behörde Methode steckt. Leistungen würden gestrichen, ohne den Sachverhalt gründlich zu prüfen...

Verhütung: Unbezahlbar bei Hartz IV

gegen-hartz.de - 22. März 2015 - 0:00
Für Menschen in Deutschland, die von Hartz IV leben müssen, sind Verhütung und Safer Sex so gut wie unbezahlbar. Um daran etwas zu ändern, ist eine bundesweit gültige Gesetzesänderung dringend notwendig. In einer Petition an den Bundestag werden daher „Kostenfreie Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen“...

Jobbörse: Wer fehlt, hat Ärger

Gegenwind - 20. März 2015 - 16:35

Die Besucher der von der Arbeitsagentur organisierten Veranstaltungen sind offenbar nicht alle freiwillig da. Denn wer der Einladung der Jobvermittler nicht folgt, muss mit Kürzung seiner Leistungen rechnen.

Zwickau/Glauchau. 1070 Besucher nutzten jüngst die Jobbörsen der Agentur für Arbeit in Glauchau und Zwickau, um mit Arbeitgebern aus der Region ins Gespräch zu kommen. Doch diese wohlklingende Bilanz, die von der Arbeitsagentur per Pressemitteilung verkündet wurde, ist nur die halbe Wahrheit. Denn offenbar waren nicht alle freiwillig da. Das sagt ein Arbeitsloser aus Zwickau. Mehrmals im Jahr bekommt er Einladungen zu den Jobbörsen. Einer Einladung kann man für gewöhnlich folgen – muss man aber nicht. Anders sei dies bei den Schreiben der Zwickauer Agentur.
Denn dort würden Arbeitslose unter Androhung von Sanktionen zum Besuch aufgefordert. “Wer nicht kommt, muss mit einer Kürzung seiner Leistungen rechnen
Freie Presse vom 19.03.2015

SIE WERDEN ES NIE LASSEN

SANKTIONEN EINE DER TÄTIGKEITEN DIE VIELE SOGENANNTE ARBEITSVERMITTLER ALS EINZIGES ZU 100% BEHERRSCHEN!

JOBBÖRSEN hier wird mit der Arbeitskraft der vom Hartz IV Betroffenen gehandelt, denn nichts anderes bedeutet das Wort Börse. Hier ist es also ein Marktplatz auf dem mit Erwerbslosen gehandelt wird, weil zur Hälfte bei dem Handel wenn es denn klappt dem sogenannten Arbeitgeber, auch noch finanziell etwas zukommt ist das mehr als „Sklavenhandel“. Zeitarbeitsunternehmen und auch Arbeitgeber die sich selbst vor Ort vertreten nehmen doch gern solche finanziellen Zuwendungen von den Agenturen für Arbeit oder Jobcenter. Können sie das doch beliebig nutzen und die Personen nach einem halben Jahr wieder austauschen, natürlich wieder gegen ein Salär, es soll ja keiner sagen das wäre nicht so, denn diese Angebote bekommt man gleich mit auf den Weg bei der Jobsuche.
Warum diese Erwerbslosenhandelsplätze, es gab Zeiten da hatten die Unternehmen ihre Arbeitsangebote für alle lesbar am Unternehmen stehen und das hat geklappt. Jetzt wird die Arbeitskraft wie alles zur Ware gemacht und gehandelt und wehe einer lässt sich nicht verkaufen, dem wird dann das Existenzminimum gekürzt, was für eine irre Arbeitswelt.

Verstehen kann ich schon lange nicht mehr, dass sich angeblich geschulte Menschen für diese Sache hergeben und das noch umsetzen, es ist zum (Verzeihung) Kotzen. Von den Erwerbslosen will bis auf einen geringen Prozentsatz jeder eine Arbeit, aber was sind für sie die wichtigsten Aspekte einer guten Arbeit? Gute Bezahlung und Sicherheit des Arbeitsplatzes, interessante Tätigkeiten, freundliche und hilfsbereite Kollegen oder auch etwas für die Gesellschaft zu tun. Untersuchungen zeigen, dass diese Merkmale genauso wichtig sind wie eine gute und gerechte Bezahlung!

Wenn dann noch solche Aussagen fallen wie diese:

Mirjam Sobe bestätigt den Passus auf dem Einladungsschreiben, dass Leistungskürzungen drohen, wenn jemand nicht erscheint. Jeder habe allerdings die Möglichkeit, sich zu entschuldigen, wenn beispielsweise das Kind krank ist. In solchen Fällen habe man auch nichts zu befürchten. Dennoch: “Jeder Arbeitslose ist zur Mitwirkung bei der Jobsuche verpflichtet”, sagt Sobe. Deshalb gebe es die Rechtsfolgenbelehrung. Und natürlich müsse die Bereitschaft mitzuwirken auch kontrolliert werden.
Freie Presse vom 19.03.2015

Es fehlen einem dann die Worte, nur noch so viel hunderte von EURO werden für diesen „Blödsinn“ Jobbörse ausgegeben natürlich Steuergelder und das wird nicht abgeschafft? Kann man das etwa von den erlassenen Sanktionen finanzieren? Es soll nur kein Mitarbeiter der Jobcenter mehr äußern, dass der Erwerbslose von Steuergeldern lebt, solange wie für solchen „Blödsinn“ mit der Arbeitskraft Handel zu betreiben genau diese Steuergelder in den Wind geschossen werden.

Schlusswort:
Die Arbeit als philosophische Kategorie erfasst alle Prozesse der bewussten schöpferischen Auseinandersetzung des Menschen mit der Natur und der Gesellschaft. Sinngeber dieser Prozesse sind die selbstbestimmt und eigenverantwortlich handelnden Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Anschauungen im Rahmen der aktuellen Naturgegebenheiten und gesellschaftlichen Arbeitsbedingungen.

M. Madaus

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Allgemeine Gedanken zum drohenden Zusammenbruch der Ordnung

Gegenwind - 20. März 2015 - 16:19

Man kann die „Ordnung“ von zwei extrem unterschiedlichen Blickwinkeln aus betrachten. Der eine Blickwinkel vermittelt eine „göttliche“ Ordnung, die von den Bahnen der Gestirne bis zum Kristallgitter des Diamanten überall sichtbar wird, wenn man nur die Augen öffnet und bereit ist, diese Ordnung zu erkennen. Der andere Blickwinkel offenbart die menschliche Ordnung, die sich in Grenzen und Gesetzen ebenso zeigt, wie im Aktenschrank des Bürokraten.

Weite Teile des menschlichen Lebens sind inzwischen von dieser menschengemachten Ordnung abhängig, davon dass alles und jeder an seinem Platz ist und dort nach den vorgegebenen Regeln ordnungsgemäß funktioniert.

Während die „göttliche“ Ordnung sich mit dem natürlichen Chaos bestens arrangiert hat, und uns sowohl bis an die Grenzen des Universums wie auch bis in die Verästelungen des Mikrokosmos immer wieder durch neue, verwirrende Erkenntnisse überrascht, lässt sich die menschengemachte Ordnung mit dem um sie herum herrschenden Chaos schlecht vereinbaren.

Hätte ein Mensch die Welt geschaffen, wir müssten weder Gold noch Diamanten in tiefen Bergwerksgruben suchen. Alles was gut und wichtig und nützlich wäre, hätte seinen festen Platz und wäre für den Berechtigten leicht zugänglich, während alles was schlecht und -wichtig und unnütz ist, in einer gigantischen Mülldeponie vom Anbeginn der Zeit an vergraben wäre, mit einem großen Hinweisschild oben drauf: „Deponie – Nicht öffnen! – Eltern haften für ihre Kinder!“

Da der Mensch die Welt nun aber nicht geschaffen hat, bemüht er sich zumindest, alles, was sich ordnen lässt, den Prinzipien seiner Ordnung zu unterwerfen.

Postleitzahl, Straße, Hausnummer, Name, Vorname bilden ein Ordnungsschema, das den Transport von Briefen und Paketen ebenso ermöglicht, wie den Einzug der GEZ-Gebühren.

Grundgesetz, Straßenverkehrsordnung, Kfz-Zulassungsstelle, Kfz-Kennzeichen bilden ein anderes Ordnungssystem, das zum Beispiel die Ausstellung von Bußgeldbescheiden ermöglicht.

Die beiden hier genannten sind „alte Ordnungen“, die auch vor 50 Jahren schon bestanden und nahezu unverändert auch heute noch aufrechterhalten werden.

Die Ordnungssysteme, die für große, ja gigantische Datenbanken gelten, wie sie zum Beispiel von Google aufgebaut werden, sind dagegen etwas für Spezialisten – und es sind noch höher qualifizierte und spezialisierte Spezialisten, die sich Software-Instrumente ausdenken, die in der Lage sind, über das Internet die Steuerzentralen von Atomkraftwerken zu infizieren und diese gegen den Willen der Betreiber abzuschalten oder zur Havarie zu treiben.

Grundlage für das Wirken dieser Spezialisten ist ihre Fähigkeit, sich in diese für den Normal-bürger unerklärlichen Ordnungen der Quelltexte und Maschinencodes unerkannt einzuschleichen – und sie zu verändern.

Wir erleben also im professionellen Hacker ein „System“, das sich menschengemachte Ordnungen zunutze macht, um Chaos zu stiften.

Wobei davon ausgegangen werden kann, dass zunehmende Komplexität mit zunehmender Störanfälligkeit einhergeht, bzw., dass der Aufwand, eine komplexe Ordnung zu schützen, weitaus größer ist, als der Aufwand eine einfachere Ordnung zu erhalten.

Während die einfachere Ordnung oft schon alleine durch eine mehr- bzw. vielfache Redundanz ihrer Elemente erhalten werden kann, stößt dieses Prinzip bei hochkomplexen Ordnungen sehr schnell an seine physikalischen und wirtschaftlichen Grenzen.

Ein Eisenbahngleis ist relativ schnell zu reparieren. Es besteht aus einfachen Komponenten, die in ausreichender Zahl verfügbar sind, so dass eine Reparatur innerhalb weniger Tage, vielleicht sogar innerhalb von Stunden erfolgen kann, während der Güter und Personen-transport auf Ausweichstrecken und per Lkw bzw. Omnibus während der Störung ohne große Behinderungen aufrecht erhalten werden kann. Nach der Reparatur ist die Ordnung wie-der hergestellt, als hätte es die Störung nie gegeben. Die Zahl der redundanten Elemente des Systems war ausreichend, um mit dem Problem fertig zu werden.

Wo die Komplexität es nicht mehr gestattet, alles redundant zu halten, verlagern sich die Anstrengungen zum Erhalt der Ordnung darauf, die Ordnung durch gesonderte Schutzmaß-nahmen zu bewahren. Es wird also – um die eigentliche Ordnung herum – ein Abwehr- und Verteidigungswall errichtet, der jedoch wiederum eine Ordnung für sich selbst darstellt.

Ist diese Ordnung einfacher Natur, kann sie sich selbst durch Redundanz vor der Zerstörung bewahren. Soldaten, Wächter, Handfeuerwaffen, Munition, das alles ist leicht mehrfach redundant vorzuhalten.

Ist die Ordnung des Schutzwalls komplexer, wie z.B. bei einer Antiviren-Software, ist Redundanz nur noch sehr bedingt möglich, zumal durch redundante Prüfroutinen auch die Funktion des eigentlichen Systems beeinträchtigt (verlangsamt) wird,

Während jedoch Heerscharen von Spezialisten tagtäglich an nichts anderem arbeiten, als die Sicherheit hochkomplexer System zu gewährleisten, sind Heerscharen von Betriebswirten dabei, überall die Redundanzen einfacher Systeme zu beseitigen, bzw. ehemals harmonisch zusammenwirkende redundante Elemente in konkurrierende Elemente zu verwandeln. Das schöne und beeindruckende Beispiel heißt „Briefzustellung“.

Wir hatten einst ein Staatsunternehmen „Post“, das überwiegend Beamte beschäftigte. Zwischen den einzelnen Funktionsbereichen der Post gab es breite personelle Überlappungsbereiche. Der Chef eines Postamtes konnte Mitarbeiter vom Schalterdienst in die Zustellung beordern, wenn dort Not am Mann war, und er konnte Zusteller dazu verdonnern, die abgehende Post zu sortieren und in die richtigen Lkws zu verladen, bzw. auf die richtigen Post-waggons der Bahn zu verteilen. Ein System mit vielen Redundanzen, mit denen einzelne Ausfälle mühelos überbrückt werden konnten.

Heute gibt es kaum noch Postämter. Stattdessen finden sich in Supermärkten, an Bahnhöfen und irgendwo in der Prärie winzige Stationen, die zum Teil noch mit zwei oder drei Angestellten der Post besetzt sind, zum Teil aber auch von der Supermarktkassiererin „nebenbei“ mit bedient werden. Subunternehmer leeren die Briefkästen, Subunternehmer fahren für die Post und DHL. Daneben haben sich unzählige Paketdienste und einige regionale Briefzusteller etabliert. Alle sind gezwungen, ihre Kosten immer weiter zu senken, um im gegenseitigen Konkurrenzkampf zu bestehen. Das heißt aber letztlich immer nur: Senkung der Personalkosten durch Entlassungen und Verschlechterung der Entlohnung.

Für den Kunden ist das System „Post“, das noch nie besonders kundenfreundlich war, in den letzten 20 Jahren schwieriger zugänglich geworden. Die Beförderungsgebühren sind jedoch gestiegen und die Zuverlässigkeit, was Postlaufzeiten und Sendungsverluste betrifft, ist gesunken.

Ähnlich sieht es bei der Bahn aus, wo inzwischen unterschiedliche „Betriebsunternehmen“ auf dem deutschen Schienennetz untereinander im Wettbewerb stehen. Niemand kann sagen, dass die Preise für das Bahnfahren dadurch gesunken oder die Zuverlässigkeit der Beförderung gestiegen wäre. Zugverspätungen und technisches Versagen sind an der Tages-ordnung – und es ist sogar schon vorgekommen, dass ein ganzes Stellwerk (Hbf Mainz) aus-gefallen ist, weil für Ausfälle in der Bedienungsmannschaft kein Ersatz beschafft werden konnte. Die Bahn meinte dazu lapidar: Dieses Problem kann letztlich bei allen unseren Stell-werken auftreten. Die Personaldecke reicht nicht mehr, um Ausfälle mühelos kompensieren zu können.

Das sind jedoch nur zwei einfache Beispiele, die der kostensparenden Beseitigung sinnvoller Redundanzen geschuldet sind und sich bereits für die Allgemeinheit spürbar ausgewirkt haben.

Sieht man genauer hin, findet man in jeder Werkhalle und in jedem Büro die gleiche Situation vor. Früher war es üblich, den Personalbedarf so zu berechnen, dass man ausgehend von der Zahl der bei normaler Belastung erforderlichen Mitarbeiter den planbaren Ausfall wegen Urlaub und den nicht planbaren, aber prognostizierbaren Ausfall durch Krankheiten und Kuren berücksichtigte, so dass statt 10 Leuten eben 12 beschäftigt wurden. Heute ist es eher üblich, den Personalbedarf so zu bemessen, dass statt 10 Leuten nur 8 beschäftigt werden, die unter stärkerem Leistungsdruck die Arbeit von 10 zu verrichten haben, ggfs. unter Aus-nutzung von Überstunden und stetig wachsenden Gleitzeitkonten, während bei echten Eng-pässen schnell und billig Leiharbeitskräfte angefordert werden. Da auch Leiharbeiter Anlernzeiten benötigen, wächst die Zahl der chaotischen und zudem langen Arbeitstage für alle Beteiligten und den Schaden haben die Endabnehmer, die entweder zu spät oder mit dem Falschen bedient werden.

Bei der Bundeswehr sollen ähnliche Zustände herrschen. Es fehlt sowohl am Personal als auch am Gerät. Panzer und schwere Waffen sind nicht mehr fest einem Truppenteil zugeordnet, sondern laufen als eine Art Wanderpokal von einem zum anderen, wenn sie im Rahmen der Ausbildung oder eines Manövers gebraucht werden. Selbstverständlich wirkt sich das negativ auf den Wartungszustand aus.

Pflegenotstand in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen? Nicht verwunderlich. Es gibt keine Redundanzen mehr und schon im normalen Betrieb zu wenig Stellen.

Noch versucht man, diese Problem durch den Einsatz von Computerprogrammen zu lösen, die eine Art „Ressourcen-Management“ betreiben und Dienst- und Einsatzpläne liefern, die um den Preis stark erhöhter Flexibilitäts- und Verfügbarkeitsanforderungen gegenüber den Mitarbeitern den Betrieb noch aufrechterhalten.

Der Trend geht also dahin, einfache Systeme, die auf der Basis von vielfacher Redundanz leicht gesichert werden können, dieser Redundanzen zu berauben, und sie stattdessen durch komplexe Systeme, die nicht redundant gehalten werden können, auf komplexe Weise zu sichern, was wiederum deren Absicherung durch Abwehr- und Verteidigungsmaßnahmen erforderlich macht.

Dieser „Fortschritt“ führt selbstverständlich auch zur „Verschlankung“ der Führungsstrukturen. Der Gruppenleiter, der früher aufgrund seiner Erfahrung intuitiv die richtigen Entscheidungen zur Entschärfung einer problematischen Situation treffen konnte, ist überflüssig geworden. Das Ressourcen-Management hat seine Funktion übernommen. Das allerdings kann nur so gut sein, wie sein Datenbestand und die darauf zugreifenden Regeln. Ich will nicht in Abrede stellen, dass es dazu gute und sehr gute Systeme gibt, die mithilfe von automatisierter (Betriebs-) Datenerfassung so ziemlich alles wissen, was früher ein Gruppenleiter auch wusste. Was allerdings viel zu wenig betrachtet wird, sind die Interessen und die Motivation der Menschen, die von einem solchen System „geführt“ werden.

Ein Teil voller Angst, den Job schnell wieder zu verlieren, wird sich bemühen, allen Anordnungen buchstabengetreu Folge zu leisten, was in 98 Prozent der Fälle super ist, in einem Prozent der Fälle problematisch und im letzten Prozent unter Umständen zu schlimmen Folgen führt, die niemand bemerkt, bevor sie eingetreten sind.

Ein weiterer Teil voller Neugier, wie das System wohl auf Fehlverhalten jeglicher Art reagieren wird, wird sich der Überwachung und Kontrolle zu entziehen verstehen und Mittel und Wege finden, daraus entstehende Störungen auf ganz andere Einflussgrößen zu schieben, als auf sich selbst.

Die große Mehrheit jedoch wird mit mäßigem Interesse die zugeteilten Aufgaben an den zugewiesenen Einsatzorten mit durchschnittlicher Aufmerksamkeit ausführen und sich nicht im Geringsten Gedanken darum machen, was sie da überhaupt tun, warum sie es tun, zu

welchem Zweck sie es tun, ob es wichtig ist oder nicht, ob es gefährlich ist oder nicht, ob es falsch ist oder nicht …

Diese Entwicklung kann mit einem Satz auf einen Nenner gebracht werden, der da lautet:

„Die Verantwortung des Einzelnen wird mehr und mehr durch die Kontrolle aller ersetzt“.

Versuche, diesen Satz zu widerlegen, scheitern schnell.

Wohin man auch schaut, es beginnt in den Krippen und Kindertagesstätten, deren Personal nach „Lehrplänen“ mit „Erfolgskontrollen“ zu arbeiten hat, während den Müttern ein Großteil der Verantwortung für die Entwicklung ihrer Kinder abgenommen wird. Wo früher pro Jahr rund 1 Million Neugeborene von 1 Million Müttern bis zum Kindergarten oder zur Ein-schulung in Eigenverantwortung geliebt, gepflegt und erzogen wurden, also ein „millionen-fach redundantes“ System darstellten, sollen diesen Job heute rund 150.000 Erzieher erledigen. Aus dem Netzwerk der Mütter, das sich von Haus zu Haus, von Straße zu Straße zog, sind isolierte „Stützpunkte“ geworden, die praktisch keinerlei Redundanz mehr aufweisen. D.h., jeder Ausfall einer Erziehungsperson führt dazu, dass sich für 20 Kinder die Zuwendung um 30 Prozent reduziert. Das heißt zwar nicht, dass 6 oder sieben Kinder überhaupt nicht mehr betreut werden, es heißt nur (!), dass 20 Kinder nur noch sehr rudimentär betreut werden können.

Kaum ein größeres Unternehmen verzichtet noch darauf, das Kommen und Gehen der Mit-arbeiter über Zeiterfassungssysteme zu registrieren, die Arbeitsleistung über Kontrollsysteme ständig mit dem Soll abzugleichen und Versäumnisse beim Ein- und Auschecken mit Sanktionen zu ahnden.

Allgegenwärtige Videokameras verfolgen Mitarbeiter und Kunden innerhalb der Unternehmen auf Schritt und Tritt und beim Verlassen des Unternehmens werden sie an die öffentlichen Überwachungskameras der Polizei nahtlos übergeben.

Alle großen Datensammlungen, soweit sie sich in privater Hand befinden, wachsen – trotz aller Datenschutzbemühungen – immer stärker zusammen, und der Staat geniert sich nicht, im Zweifelsfall selbst auf diese Sammlungen zuzugreifen, ja deren Installation sogar gesetzlich vorzuschreiben und zudem eine neue Datenbank nach der anderen aufzubauen, deren insgesamte Vernetzung keine Frage des Ob mehr ist, sondern nur noch eine Frage des Wann.

Satelliten kontrollieren inzwischen die Einhaltung der von den Bauern gemeldeten Anbauflächen auf den Quadratmeter genau – und wehe, einer hat einen Streifen Ackerland statt mit Kartoffeln mit Weizen bebaut!

Demnächst sollen alle Neuwagen mit einer Elektronik ausgerüstet werden, die nicht nur den jeweiligen Standort des Fahrzeugs permanent meldet, sondern auch bei Unfällen Hilfe rufen soll, mit der kleinen Nebenfähigkeit, jedes so ausgestattete Fahrzeug durch einen Funkangriff auf die Motorelektronik zum Stehen zu bringen. Die Versuche mit den selbstfahrenden Autos haben begonnen – und sie werden ihr Ende erst dann finden, wenn niemand mehr selbst fahren darf, sondern ein Zentralcomputer die Bewegung aller Mobile auf deutschen Straßen vollständig steuert. Vermutlich werden diese Automobile nicht nur kein Gaspedal mehr haben, sondern auch keine von Menschen bedienbare Bremse mehr, mit allen sich daraus ergebenden Möglichkeiten…

Mit jedem Aufflackern einer Infektionskrankheit wird der Ruf nach der Zwangsimpfung lauter – und mit der elektronischen Gesundheitskarte steht der Weg offen, die Teilnahme an der Zwangsimpfung auch einfach zu kontrollieren. Jeder Personalausweis enthält einen aus-reichenden Satz biometrischer Daten, um den registrierten Bürger per Gesichtserkennungs-software aus den Bildern jeder Videokamera herauszufiltern.

An den U- und S-Bahnhöfen verschwindet bald auch der letzte „Stationswächter“. Noch sitzt in jedem Zug ein Fahrer, aber nur aus psychologischen Gründen. Wie lange noch, wissen die Götter. Das System „schienengebundener Transport“ ist längst vollautomatisch zu betreiben, so wie im Grunde auch die Passagierluftfahrt vollautomatisch betrieben werden könnte.

Dass der Autopilot bei Start und Landung nicht eingesetzt wird, ist im Grunde ein Anachronismus. Theoretisch könnte heute ein einzelner Pilot alle 10 Minute eine andere Maschine irgendwo auf der Welt per Fernsteuerung starten und dann für den Streckenflug den Autopiloten aktivieren, während ein ganz anderer Pilot, irgendwo auf der Welt die ferngesteuerte Landung übernimmt. Dafür müsste kein Pilot mehr seinen bequemen Sessel im Home Office verlassen.

Ohne noch auf Edward Snowden einzugehen, der das Szenario der Überwachung durch Geheimdienste und deren Fähigkeiten zum Eindringen in jedes denkbare System öffentlich gemacht hat, kann der Satz von der Verantwortung des Einzelnen, die mehr und mehr durch die Kontrolle aller ersetzt wird, um einen zweiten Gedanken ergänzt werden:

„Die vollständige Kontrolle aller erzwingt die strikte Einhaltung feststehender Entscheidungsregeln“.

Sind solche Entscheidungsregeln erst einmal gesetzt, können Sie nur noch durch die Anwendung einer übergeordneten Entscheidungsregel korrigiert werden.

Dieser Weg führt, auch wenn die Zahl der Ebenen groß erscheinen mag, zwangsläufig an das Ende der Entscheidungspyramide.

Im Klartext heißt das, bei Vollendung des Systems, dessen rasante Entwicklung wir miterleben, wird es nur noch eine einzige Instanz geben, von der die gesamte Gestaltung des menschlichen Lebens vorbestimmt wird. Stellen wir uns vor, es handelt sich um einen Menschen oder um eine kleine Gruppe (2 bis 7) Menschen, die noch wirklich frei sind, grundlegende Entscheidungsregeln für eine Gruppe von nur 10 Ressorts zu treffen.

Stellen wir uns weiter vor, zwischen der „obersten Instanz“ und dem einzelnen Menschen, dessen Lebensumstände betroffen sind, befinden sich nur 6 Hierarchiestufen (es sind mehr!), dann stehen der obersten Instanz für ihre Entscheidungen lediglich Informationen zur Verfügung, auf ein Millionstel der Realität komprimiert sind.

Ein Bild einer 10 Megapixel-Kamera auf 10 Pixel zu komprimieren ist ebenso unsinnig, wie den Zustand eines Autobahnkilometers prüfen zu wollen, indem man sein 1 Millimeter langes Abbild auf einer Straßenkarte betrachtet. Man kann auch nicht die Probleme einer Stadt mit 1 Million Einwohnern aus einem Gespräch mit einem einzigen Einwohner erkennen.

Entscheidungen der „obersten Instanz“, die damit den Rahmen der Entscheidungsregeln für die nächstniedrige Instanz vorgeben, können also nur zufällig gut sein.

Dies ist allerdings keine neue Erkenntnis. Es ist die Malaise jeder Hierarchie, die in der Vergangenheit jedoch zumeist durch „Eigenmächtigkeiten“ der nicht 100%ig kontrollierbaren nachgeordneten Hierarchie-Ebenen geheilt wurde.

Wohl gemerkt: Eigenmächtigkeiten, die weit über einen zugebilligten Ermessenspielraum hinausgingen.

Eigenmächtigkeiten, die jedoch nicht aus Mutwillen, sondern aus Verantwortung heraus entstanden, oder auch, um einen Beweis zu führen, dessen Gültigkeit letztlich auch von der obersten Instanz anerkannt werden musste.

Es gab ein paar Jahre in der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhunderts, in denen man „Untergebenen“ extrem hohe Freiheitsgrade zubilligte, um genau jenen Korrektureffekt zu verstärken. Doch diese Zeiten sind vorbei. Nicht, weil damit nicht gute Erfahrungen gemacht worden wären, sondern schlicht aus Angst um den Verlust der Macht, der mit jeder einzugestehenden Fehlentscheidung wahrscheinlicher zu werden schien.

Freiheit belebt, Kontrolle lähmt.

Fortschritt, Wachstum und Wohlstand entstehen aus Begeisterung für die Sache, für die ein Mensch sich einsetzt, nicht aus der Angst vor der Obrigkeit, die etwas erzwingen will.

Die Versuchung, Griechenland und die Troika hier beispielhaft breitzuwalzen, ist groß, doch will ich es mit der bloßen Erwähnung bewenden lassen.

Ebenso ist es müßig, auf die Erfolge von Waldorf- und Montessori-Schulen hinzuweisen, in denen Schülern große Freiheiten darin gewährt werden, auf welche Weise und wann sie sich welchen Stoff aneignen wollen. Deutlich ist, dass diese Erfolge sich von den Ergebnissen der öffentlichen Schulen, die immer noch ein Zwangskorsett aus Lehr- und Stundenplänen und ständig drohenden Kontrollen mit sich herumschleppen, klar unterscheiden.

Natürlich bringt auch fortgesetzte Prüfungs- und Schulangst Absolventen mit hervorragen-den Noten hervor, vergessen wird, dass hinter diesen strahlenden 1er-Abiturienten eine weitaus größere Zahl von Schulabgängern steht, denen die Schule die Begeisterung geraubt, ihre Potentiale verschüttet und ihre Lebenschancen auf ein Minimum reduziert hat.

Es ist schon so, dass die hervorragenden Schüler mit dem Schulsystem am besten zurechtgekommen sind. Es ist aber nicht so, dass dieses Schulsystem mit der Mehrzahl der Schüler bestmöglich umgegangen ist.

Zyniker mögen nun behaupten, das spiele keine Rolle, weil der Arbeitsmarkt sowieso nur wenige Spitzenkräfte benötigt – und dass diejenigen, die schon in der Schule versagen, gar nicht erst mit großen Hoffnungen ins Leben ziehen, wo sie sowieso nur enttäuscht würden.

Auch das ist nicht neu – und im Kern wohl auch ein Mantra der Schulpolitik aller seit 1949 amtierenden Regierungen in Bund und Ländern.

Die Gefahr für den Zusammenbruch der Ordnung liegt nicht in diesen altbekannten, und – wenn man den Befürwortern folgt – auch bewährten Verhältnissen.

Der Zusammenbruch der Ordnung folgt zwangsläufig dem Überhandnehmen der Kontrolle.

Die „Ordnung“, die der Mensch schafft, kann nur erhalten werden, indem sie sich ständig verändert und anpasst. Wo Ordnungen erstarren, zerfallen sie bei der leichtesten Erschütterung. Eine wirksame, effektive und effiziente Ordnung entsteht nicht an der Spitze der Hierarchie, sondern nahe an der Arbeitsebene.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Arbeitsebene nicht ständig am Limit der Leistungsfähigkeit gehalten wird, und dass der Arbeitsebene Freiräume gewährt werden, die das notwendige Experimentieren an der Ordnung erlauben.

In den letzten 50 Jahren wurden vermutlich Billionen investiert, um die Arbeitsebene auszudünnen und den verbliebenen Rest in ein Korsett aus Regeln zu zwängen, dessen Einhaltung von Computern kontrolliert, protokolliert und moniert wird. Dabei ist es gleichgültig, ob wir in die Fabrikhallen gehen, in die krakenhaft in die Kommunikation eingebrochenen Call-Center, oder in die Büros der Personalabteilungen, der Buchhalter und der Frachtdisponenten. Selbst da, wo Kreativität und spielerisches Experimentieren gefragt sind, also in den Entwicklungsabteilungen, sind Zielvorgaben und Kontrollen zu übermächtigen Instrumenten herangewachsen, mit der Absicht, vorgegebene Lösungen mit einem vorgegebenen Budget zu einem vorgegebenen Termin auf dem kürzesten Weg – wie mit Scheuklappen – erarbeiten zu lassen. Sicherlich werden in der ersten Such- und Entwurfsphase auch Impulse von unten aufgenommen. Sobald die allerdings abgesegnet sind, sind alle Freiräume dahin.

Die Zeiten, in denen mit dem zugewiesenen Budget – nebenbei – auch noch „heimliche“ Projekte bis zu einer gewissen Reife vorangetrieben werden konnten, sind vorbei. Wenn der Rechner, an dem der Entwickler arbeiten muss, jede Aktivität protokolliert und Abweichungen moniert – und das tut er, und der Entwickler weiß das – dann stecken die Füße des Entwicklers schon in jenem Betonschuh, mit dem er ins Wasser geworfen werden wird, falls er gegen die Regeln verstößt.

Außerhalb der Wirtschaft wurde eine zweite, haarsträubend engmaschige und unbewegliche Ordnung errichtet, mit der alle diszipliniert und überwacht werden, die vom Arbeitsmarkt ausgeschieden wurden. ARGEn und Job Center sind die perfekten Kontrollmechanismen für mehr als 10 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung. Kontrolle und Sanktionen sind dort derart perfektioniert, dass, wer einmal in Hartz-IV gefallen ist, aus eigener Kraft nie mehr herausfinden kann, es sei denn, er ignoriert die ihn lähmende Ordnung. Ein gefährliches Spiel, das im wahrsten Sinne des Wortes die Existenz kosten kann, doch es ist durchaus vergleichbar mit dem Risiko, dass Afrikaner auf sich nehmen, wenn sie im Platz auf einem über-füllten Flüchtlingsboot die Chance sehen, Armut und Terror zu entfliehen. In beiden Spielen gibt es viele Verlierer, wenige, denen es gelingt, zumindest über Wasser zu bleiben und natürlich auch Einzelne, denen damit der Coup ihres Lebens gelingt.

Dies am Rande.

Der Zusammenbruch der Ordnung wird von zwei Entwicklungen hervorgerufen, die den gleichen Ursprung haben, nämlich das Gewinn- bzw. Renditestreben. Dies erzwingt einerseits die Eliminierung der vermeintlich kostspieligen und überflüssigen Redundanzen und andererseits führt es zwangsläufig zum gefährlichen Wachstum der Kontrolle.

Die Eliminierung der Redundanz verringert die Stabilität der Ordnung und ihre Fähigkeit, sich flexibel anzupassen.

Jenes Prinzip, das die Evolution derart perfektioniert hat, dass zum Beispiel der Bestand von Eichenwäldern erhalten werden konnte, obwohl Wildschweine und anderes Getier 99 Pro-zent aller Eicheln vertilgten, bevor sie überhaupt keimen konnten, und Rehe und Hirsche 99 Prozent der jungen Sprösslinge kahl gefressen haben, bevor sie auch nur die Andeutung eines Stammes entwickeln konnten, wird als ineffektiv verdammt, ohne zu erkennen, dass es längst keine Eichen mehr gäbe, produzierte jeder Baum während seiner Lebenszeit nur eine einzig Eichel, was theoretisch zum Erhalt des Bestandes ausreichen sollte. (Dann kontrolliert mal schön!)

Die Eliminierung der Redundanz, die aus Gründen der Kostensenkung in Angriff genommen wird, hat allerdings im Bereich des menschlichen Wirtschaftens noch eine weitere Auswirkung: Jede Kostensenkung in der Produktion reduziert die Kaufkraft der Konsumenten in dem Maße, wie der daraus entstandene Gewinn nicht in Form von Preissenkungen weiter-gegeben, sondern zur Bildung von Kapitalstöcken verwendet wird.

Eine Ordnung, bei der jedoch die Steigerung der Produktivität mit dem Wachstum der Armut einhergeht, entzieht sich selbst die Grundlage.

Eine Pflanze, die für ihre Fortpflanzung auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen ist, wird in Probleme geraten, wenn sie diese zwar noch mit attraktiven Farben anlockt, ihnen aber das Tröpfchen Nektar verwehrt, um dessentwillen die Biene die Blüte besucht.

Klar, für die Fortpflanzung ist immer noch gesorgt. Die Bienen kommen ja noch. Es kommen auch im nächsten und im übernächsten Jahr noch welche. Doch es werden immer weniger, weil eben eine Nahrungsquelle versiegt ist, die bisher für den Bestand der Bienenvölker gesorgt hat. Weniger Bienen – weniger befruchtete Blüten. Das Ende der Entwicklung ist abzusehen.

Geiz und Wachstum vertragen sich nicht. Auf lange Sicht hilft da auch der Export nichts, denn Export exportiert eben nicht nur Güter und Leistungen, sondern auch Arbeitslosigkeit und Armut.

Das Wachstum der Kontrolle wird durch die Eliminierung der Redundanzen erzwungen. Ein immer fragiler werdendes Ordnungsgerüst kann jedoch ohne stetige Kontrolle nicht erhalten bleiben. Kontrolle setzt jedoch SOLL-Vorgaben voraus. SOLL-Vorgaben passen sich jedoch nicht automatisch veränderten Bedingungen an. Entweder ein Kontroll-System zur Kontrolle des Kontroll-Systems wird implementiert, oder jede ungeplante Entwicklung kann zum Zusammenbruch der Ordnung führen.

Um das Bienen-Blüten-Beispiel noch einmal zu bemühen: Stellen wir uns vor, ein Züchter hätte die Pflanze mit den nektarfreien Blüten geschaffen. Nun stellt er nach einiger Zeit fest, dass die Bienen seine Pflanzen nicht mehr besuchen. Also versucht er Kontrolle über die Bienen zu erlangen. Er errichtet über seiner Pflanzung ein insektendichtes Gewächshaus und bittet einen Wanderimker ihm zur Blütezeit ein Bienenvolk zur Verfügung zu stellen. Mit et-was Glück wird ein Teil der Blüten befruchtet, doch nach kurzer Zeit ist auch die letzte Biene verhungert. Der Imker verlangt Schadensersatz und wird diesem Züchter nie wieder Bienen zur Verfügung stellen. In der nächsten Blütephase erinnert sich der Züchter daran, dass Bienen vom Imker nach der Honigernte eine Zuckerlösung als Nahrungsersatz erhalten. Er füllt also ein entsprechendes Gefäß mit einer geeigneten Zuckerlösung. Nun hat er zu kontrollieren, ob die Bienen überhaupt noch Versuche unternehmen, den Blüten Nahrung zu entlocken, oder ob sie gleich an die Zuckerlösung gehen. Dazu installiert er Kameras und eine Software, die das Aufkommen an Bienen an der Zuckerlösung auswerten und den Zugang zum Zuckersaft automatisch verschließen, wenn dort mehr als drei Exemplare gleichzeitig anzutreffen sind.

Auch dieser Versuch, Kontrolle zu gelingen, wird mit dem Sterben des Bienenvolkes und einer weiteren Verringerung der Zahl der befruchteten Blüten enden.

Alle Versuche, ein bestimmtes, unnatürliches Verhalten dauerhaft zu erzwingen, sind langfristig zum Scheitern verurteilt oder bringen als Nebeneffekt unerwartete neue Probleme mit sich.

Vor allem aber kann Kontrolle zwar die Einhaltung eines erwarteten Verhaltens verstärken, was Kontrolle aber nicht vermag, ist die durch Eliminierung der Redundanzen verschwundene Kaufkraft zu ersetzen, denn sobald die Kosten der Kontrolle den Ertrag der Einsparung übersteigen, wird man den Kontrollaufwand wieder zurückfahren.

Die Möglichkeiten der elektronischen Überwachung der Menschheit sind allerdings derzeit so preiswert zu haben, dass die Notwendigkeit, Kontrollen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit aufzugeben, absolut nicht im Raum steht.

Die Gewinnmaximierung und damit das weitere Abschmelzen der Strukturen zugunsten vermehrter Kontrolle wird also weitergehen.

Der Eiffelturm steht nun seit 1889 mitten in Paris. Dass er noch steht, hat er unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass seither kein Statiker auf die Idee gekommen ist, die Redundanzen im verbauten Stahl zu eliminieren, überflüssig erscheinende Verstrebungen zu entfernen und stattdessen ein Netz von automatischen Messstationen einzubauen, die jede Bewegung des Stahlgerüsts überwachen und bei unzulässigen Ausschlägen einen Alarm aus-lösen.

Vermutlich hätte die Hälfte des verbauten Stahls auch ausgereicht, um die 324 Meter Höhe zu erreichen. Ziemlich sicher ist jedoch, dass ein derart abgespeckter Turm trotz modernster Überwachungstechnik heute nicht mehr stünde.

Früher hieß es einmal: „Qualität kann nicht in ein Produkt hineingeprüft werden“.

Dennoch versucht man heute, eingesparte Substanz durch Kontrolle und Überwachung zu kompensieren. Es kann nur schiefgehen.

Wo wird der erste Dominostein fallen?

Schwer zu sagen. Die Chancen stehen gut, dass der Zusammenbruch der Ordnung im Bereich Logistik seinen Anfang nimmt. Alte Lkws auf kaputten Straßen, planmäßig überladen mit planmäßig übermüdeten Fahrern sind sicherlich ein neuralgischer Punkt. Mit nur wenig mehr aktiver Kontrolle, sei es bei den Fahrzeugen, sei es bei maroden Brücken, sei es bei den Fahrern, könnte ein Versorgungsengpass erzeugt werden, zu dessen Behebung noch mehr übermüdete Fahrer mit noch älteren Lkws auf die schon überlasteten Straßen geschickt werden.

Die Folge: Eine Häufung von Monsterstaus rings um die Metropolen. Lieferungen, die just in time ankommen sollten, verspäten sich. Innerhalb von Stunden stehen die ersten Bänder still. Die Belegschaften werden nach Hause geschickt und verstopfen mit ihren Pkws die Straßen zusätzlich. Irgendwo im Stau vor München steckt ein Ingenieur fest, der als einziger in der Lage wäre, Block 1 des Heizkraftwerkes im Münchner Süden in den geregelten Betrieb zurückführen, nachdem die reguläre Bedienmannschaft wegen einer Lebensmittelvergiftung (der Fisch für die Kantine stand zu lange auf dem Lkw vor München in der Sonne) ausgefallen ist und die Ablösung der Spätschicht, die eigentlich bei Notfällen gerufen werden soll, nicht zu erreichen war.

Als der erste Trafo am Heizkraftwerk durchknallt, weil das Kraftwerk im ungeregelten Betrieb Stromspitzen abliefert, die nirgends mehr automatisch abgefangen werden konnten, fällt erst im Süden der Stadt, dann im gesamten Stadtgebiet der Strom aus. Alle Ampeln fallen aus, der Verkehr kommt total zum Erliegen.

Gestrandete Autofahrer und ganze Busladungen von Touristen versuchen in Restaurants und Kaffees unterzukommen, werden aber, aufgrund des Stromausfalls entweder gar nicht ein-gelassen oder nur mit kalten bis lauwarmen Getränken versorgt. In U-Bahnhöfen bricht Panik aus.

Das Bayerische Innenministerium fordert Hilfe vom Bundesinnenministerium an. Kolonnen von Fahrzeugen mit Bundespolizisten in voller Montur rücken aus. Ein Räumpanzer der Bundeswehr bahnt ihnen den Weg vom Autobahnende in Pasing bis zum Odeonsplatz, ein Weiterkommen bis zur Staatskanzlei ist nicht mehr möglich, weil Scharen aufgebrachter Bürger alle Zufahrten blockieren. Einige beginnen, die Polizisten und ihre Fahrzeuge mit schnell her-ausgerissenen Pflastersteinen zu bewerfen. Ein wie aus dem Nichts aufgetauchter Wasser-werfer treibt die Menge in Richtung Feldherrnhalle.

Ein Hubschrauber von RTL II überfliegt die Szenerie und sendet seine Livebilder an alle noch funktionierenden Fernsehgeräte außerhalb des Großraums Bayern. Dann erscheint Angela Merkel auf dem Bildschirm, erklärt, die Lage sei überall normal, und in München auch bald wieder. Eine männliche Person kommt von rechts ins Bild, reicht ihr einen Zettel. Merkels Miene erstarrt. Dann reißt sie sich zusammen und erklärt: Hiermit verkünde ich mit sofortiger Wirkung den Ausnahmezustand. Es gilt Kriegsrecht und ab sofort totale Ausgangssperre. Gegen jeden, der zuwiderhandelt, wird ohne Vorwarnung von der Schusswaffe Gebrauch gemacht.

24 Stunden später ist die Republik gelähmt, die Ordnung zusammengebrochen. Es kommt zu Übergriffen, Plünderungen, vereinzelt zu ausgedehnten Schusswechseln mit der Polizei. Aktivisten aus der rechten und linken Szene errichten Barrikaden und liefern sich erbitterte Straßenkämpfe.

Die Bundesregierung ruft die Eingreiftruppe der EU zur Aufstandsbekämpfung zu Hilfe. Am zweiten Abend zählt man bundesweit 632 tote Zivilisten und 72 getötete Einsatzkräfte.

Später stellt sich heraus, dass der Überbringer der Nachricht kein anderer war, als jener Komiker aus Oliver Welkes heute-Show, der immer wieder mit seinen Scherzen an Politiker herankommt und diese in Verwirrung stürzt. Sein Kameramann wurde festgenommen, er selbst befindet sich weiterhin auf der Flucht.

Es gäbe noch manch anderes Szenario, das ebenso schnell aus einer fragilen Normalität innerhalb weniger Stunden ins totale Chaos mündet.

Es genügen Kleinigkeiten.

Ein ganz anderes Feld, das noch zu betrachten ist, ist das Feld der bewusst und absichtlich getroffenen Fehlentscheidungen — Fehlentscheidungen, die einzig dem Zweck dienen, Einzelpersonen oder Personengruppen Vorteile zu verschaffen. Die Freisetzung genveränderter Organismen gehört dazu ebenso, wie die Zustimmung zu Investorenschutzklauseln in Freihandelsabkommen, die Teilnahme an Angriffskriege, die Privatisierung von staatlicher Infrastruktur und Grundversorgungsein-richtungen, die Aufhebung der Vermögenssteuer und die Umsetzung der Agenda 2010.

Projizieren wird nur die üblen Hartz-Gesetze auf das vorne beschriebene Hierarchiemodell, dann stellen wir fest, dass eine Handvoll Menschen, die seinerzeit die oberste Instanz dar-stellten, nämlich Schröder, Müntefering, Clement, Gerster und Hartz, innerhalber kürzester Zeit nicht nur eine tragende Säule der Sozialen Sicherungssysteme zerschlagen haben, sondern zugleich den gesamten Arbeitsmarkt destabilisiert und die Gewerkschaften massiv geschwächt haben. Die Zusammenlegung von Arbeitslosenversicherung und Sozialleistungen war nichts anderes, als eine redundante Struktur auf Befehl von oben zu zerschlagen. Um den sofortigen Zusammenbruch derart materiell wie personell und organisatorisch geschwächten Ordnung zu verhindern, wurden die bisherigen Arbeitsvermittler in Fall-Manager umbenannt und mit umfassenden Anweisungs- und Kontrollbefugnissen ausgestattet, mit der Zielsetzung, den Kreis der Arbeitslosen und Hilfebedürftigen durch allfällige Sanktionen beherrschen zu können. Weder die Lebensbedingungen der so unter die Knute gestellten Bürger, noch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den ARGEN und Jobcentern tauchten vor dem geistigen Auge der anführenden Sozialdemokraten auf und so entstand eine brutale Vorgabe ohne Ermessenspielraum für die Behörde, durch deren Instanzen hindurch die Anweisung von oben zwar immer weiter konkretisiert wurde, aber in keiner Weise mehr korrigiert werden konnte. Zudem sorgt ein straffes Berichtssystem dafür, dass sogar Zielvereinbarungen über Art und Umfang der auszusprechenden Sanktionen getroffen, deren Einhaltung gegenüber den Sachbearbeitern, aber auch gegenüber den Leitern der einzelnen Dienststellen und darüber hinaus Bundesland für Bundesland kontrolliert wird.

Kein Sachbearbeiter hat noch wirklichen Ermessensspielraum, obwohl er derjenige ist, der als einziger mit den Problemen der Einzelfälle vertraut ist, und – in eigener Verantwortung – durchaus in vielen Fällen bessere und gesamtgesellschaftlich sinnvollere Entscheidungen treffen könnte.

Bei den Ärzten ist es kaum anders. Festgesetzte Budgets für die Verschreibung von Arznei-mitteln, deren Überschreitung gerügt wird und für die im Zweifelsfall der Arzt selbst aufzukommen hat, entmündigen die Ärzteschaft und schaffen den Patienten unnötiges Leid.

Dahinter stehen Fehlentscheidungen.

Doch auch die Einhaltung der Regeln, die diesen Fehlentscheidungen folgen, wird selbstverständlich in das allgegenwärtige und weit und tief vernetzte Kontrollsystem einbezogen.

Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, angewandt auf die Vorschriften für die See-fahrt, würden auf direktem Wege zum Verbot und zur Verschrottung aller doppelwandigen Öltanker führen. Stattdessen würden Im Abstand von 100 Seemeilen Bojen gesetzt, die ständig kontrollieren, ob die Meeresoberfläche ölfrei ist. Einmal im Monat würden die Auf-zeichnungen der Bojen ausgelesen und in eine Statistik gefasst, die von einer Kommission dahingehend überprüft wird, ob nicht die Stärke der einen verblieben Schiffswände noch halbiert werden könnte.

Schon die wenigen angeführten Beispiele für beabsichtigte Fehlentscheidungen lassen jeden leicht erkennen, der sich auch nur oberflächlich mit den Themen beschäftigt hat, dass der Schaden, der dadurch verursacht wird, wenn überhaupt, so nur mit gewaltigem Aufwand und über lange Zeitstrecken wieder beseitigt werden kann.

Wie sollen die Pollen genmanipulierter Pflanzen wieder aus der Welt geschafft werden, ohne alle Felder abzubrennen und damit eine Hungersnot heraufzubeschwören? Wie sollen Gesetze, die unter dem Eindruck von Investorenschutzklauseln beschlossen wurden, je wieder verbessert werden, wenn die geheim tagenden privaten Schiedsgerichte nach dem Beitritt zu TTIP zu einer Ewigkeitseinrichtung geworden sein werden, ohne in einer Revolution die bestehende Ordnung vollends zu zerschlagen und damit eine Zeit der Gesetzlosigkeit, des Faustrechts und der Anarchie einzuläuten? Wer räumt die Minenfelder, die von Angreifern und Verteidigern in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in die Erde gelegt werden?

Wer holt Post und Bahn, Wasserwerke und Stromversorgung, Kanalisation und Autobahnen zurück in Staatsbesitz, wenn sie erst einmal verkauft sind? Wer baut die verheerenden, auf immer mehr Export ausgerichteten Wirtschaftsstrukturen wieder um, zu einer besseren Versorgung des Binnenmarktes, wenn dort die Kaufkraft vernichtet wurde?

Wir wissen, dass der fruchtbare Boden in den Urwäldern nur eine ganz dünne Schicht dar-stellt, weil Vegetation und Boden nicht zwei getrennte Dinge sind, sondern nur unterschiedliche Erscheinungen, der immer gleichen Biomasse, die sich im Kreislauf der Natur ständig erneuert und ganz allmählich anpasst und optimiert.

Wer auch immer Schneisen in den Urwald schlägt, um den „Nutzpflanzen“ mehr Licht und mehr Nährstoffe zukommen zu lassen, und das dabei „abfallende“ Holz in Essstäbchen oder Gartenmöbel verwandelt, verhilft dem Ökosystem nicht zu mehr Effektivität, er amputiert einen Teil davon und bringt ihn dort wieder aus, wo die Umweltbedingungen keine Chance bieten, dass sich aus dem Essstäbchen schnell wieder ein Zweig eines Urwaldriesen entwickelt.

Wer auch immer Schneisen in Einkommen und Wohlstand eines Volkes schlägt, um „Redundanzen“ zu beseitigen und über den Weg der Kostensenkung Exportmärkte zu erobern, verfährt nicht anders. Er schlägt den Wald kahl – und wundert sich, wenn der Ertrag schwindet.

Noch glauben die Global Player, immer noch einen Wald zu finden, den sie noch nicht kahl-gefressen haben.

Noch glauben die Politiker, mit immer neuen Gesetzen zur Einschränkung der Meinungs- und Wahlfreiheit ihrer Bürger und immer schärferer Kontrolle der Einhaltung dieser Gesetze, das Volk ruhig und die Ordnung aufrecht halten zu können.

Was allgemein verdrängt wird, ist die Tatsache, dass der Substanzverlust an tragenden Elementen einer Struktur die Statik verändert und ab einem gewissen Grad der Erosion akute Einsturzgefahr hervorruft. Diese Entwicklung ist vollkommen unabhängig von Art und Um-fang der Kontrollen und sie ist nicht durch Kontrollen zu aufzuhalten oder zu heilen.

Wo der Rost der Gier ungehindert am Stahl der Brücke nagt, wird auch die beste Kontroll-strategie den Einsturz nicht verhindern.

 

Quelle: Egon W. Kreutzer

Der Beitrag Allgemeine Gedanken zum drohenden Zusammenbruch der Ordnung erschien zuerst auf Gegenwind e.V..

Mit Mietobergrenzen bei Hartz IV sparen

gegen-hartz.de - 20. März 2015 - 0:00
Wer Hartz IV, Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter bezieht, lebt am Rande des Existenzminimums. Jeder Cent weniger bringt die Betroffenen in finanzielle Notlagen. Die gezielten Einsparmaßnahmen einiger Kommunen bei den Unterkunftskosten haben somit verheerende Auswirkungen auf die Betroffenen...

Schimmel und defekte Heizung in Hartz IV-Wohnung

gegen-hartz.de - 19. März 2015 - 0:00
Eine sechsköpfige Familie aus Essen muss seit zwei Jahren in einer 83-qm-Wohnung mit groben Mängeln wie einer defekten Heizung und Schimmel im Bad leben. Weder der Vermieter, der abgetaucht ist, noch das Jobcenter helfen der Familie....

Gar schröckliche Zeichen des Himmels

Gegenwind - 18. März 2015 - 23:35

Nun dürfen wir uns glücklich preisen, dass die Wissenschaft in der Lage ist, diese Phänomene erklären zu können. So können wir die Angst davor jenen überlassen, die trotzig immer noch dem alten Aberglauben anhängen und schlimme Ereignisse auf uns zukommen sehen, während wir Aufgeklärten einfach weiter in den Tag hineinleben oder “business as usual” betreiben.

 
Allerdings meine ich, dass ein bisschen unwissenschaftlicher Angst auch in unserer Zeit nicht schaden könnte. Wenn früher eine Sonnenfinsternis mit der Ankündigung von Krieg, Zerstörung und Missernten verbunden war, führte dies doch nicht nur zu blinder Angst, sondern vor allem zu besonderer Achtsamkeit, zur Vorbereitung und zur Vorsorge auf die erwarteten Ereignisse hin. Man war gewarnt, und konnte das Seine tun, um den vorhergesagten Schaden für sich persönlich, die Familie, das Dorf oder das Fürstentum gering zu halten.

 
Wir hingegen wähnen uns stets in Sicherheit, und wo sich warnende Stimmen erheben, werden diese als Verschwörungstheoretiker abgetan. Wo einst Schamanen und Priester, Kräuterhexen und Astrologen ihr geheimes überliefertes Wissen nutzten, um sich mit Warnungen oder Drohungen Respekt zu verschaffen, und so mit dazu beitrugen, dass ihre Anhänger sich für Gefahren wappneten, finden sich in unserer wissenschaftlich aufgeklärten Welt nur noch Abwiegler, die in nichts mehr eine Gefahr erkennen können.

 
Betrachtet man diese Entwicklung unter dem Aspekt “Herrschaftswissen”, dann scheint sich in den Lehranstalten der Eliten die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass alle Versuche, das Volk mit Drohungen und angsterregenden Prophezeihungen dahin zu bringen, wo man es haben will, nur suboptimale Ergebnisse hervorbrachten. Einerseits kostete es recht viel Fantasie, andererseits war die Herstellung ausreichender Glaubwürdigkeit der Verkünder ein mühsames Unterfangen – und letztlich bedurfte es schlussendlich doch auch einer gewissen Gewaltanwendung, um der Herde den letzten Schubs in die gewünschte Richtung mitzugeben. Außerdem führte dieses Vorgehen in nicht wenigen Fällen dazu, dass das geängstigte Volk zu einem stärkeren Zusammenhalt fand, also dem Prinzip des “Teile und herrsche” nicht mehr so leicht zu unterwerfen war, wodurch die Herrschaft durch ihre eigenen Herrschaftsprinzipien einen nicht geringen Widerstand gegen sich selbst erst schuf.

 
Also ist man dazu übergegangen, das Volk in jeder Hinsicht in Sicherheit zu wiegen, es nur nicht vorzeitig auf Gefahren aufmerksam zu machen, und sollte es selbst Gefahren wittern, nur beschwichtigend und “aufklärend” aufzutreten.

 
So hat die Wissenschaft das Phänomen “Grenzwert” hervorgebracht. Egal, wie viel Gift auch immer im Wasser, in der Erde, in der Luft und im Essen angereichert sind, es bleibt immer unterhalb der festgesetzten Grenzwerte, die man, mit dem Fortschreiten der wissenschaftlichen Erkenntnis bei Bedarf stets so korrigieren kann, dass Essen, Trinken und Atmen stets wissenschaftlich als unbedenklich eingestuft werden können.

 
Die Wissenschaft hat auch die “chirurgische Präzision” in der Kriegsführung hervorgebracht, so dass selbst der Einsatz der schrecklichsten Waffen wirkt, als werde nach Vollnarkose und gründlicher Desinfektion von der Hand eines begnadeten Chirurgen ein entzündeter Blinddarm mit sicheren Schnitten entfernt, die Wunde sorgfältig vernäht und der Patient nach vier oder fünf Tagen geheilt aus dem Krankenhaus entlassen.

 
Die Wissenschaft schüttelt verwundert den Kopf über die “deutsche Inflationsangst” und belehrt uns darüber, dass auch die nun von der EZB ausgeschütteten Billionenbeträge nur dazu dienen, die Deflation zu bekämpfen.

 
Die Wissenschaft erklärt, dass der bevorstehende Abschluss eines transatlantischen Freihandelsabkommen in keiner Weise als böses Omen anzusehen sei, sondern diesseits und jenseits des Atlantiks Wachstum und Arbeitsplätze und Frieden auf Erden hervorbringen werde.

 
Die Wissenschaft weiß, dass alle Kernkraftwerke dieser Welt, die noch nicht havarierten, absolut sicher sind, die Wissenschaft weiß, dass die Freiheit der Bürger nur durch vollständige und lückenlose Überwachung zu erhalten sei und erklärt uns, wenn auch mit schöneren Worten, dass der Preis der Freiheit eben der Verzicht auf jegliche Freiheit sei, während der Käfig, in den wir auf diese Weise gesperrt werden, uns jene Sicherheit gewährt, die auf andere Weise auch nicht herzustellen sei.

 
So wird das Volk nicht mehr aufgeregt und damit unproduktiv hin und her gescheucht, sondern sorglos ruhig gehalten.

 
Und wenn man vom Volk etwas will, dann bringt man die sorglosen Herdentiere ein bisschen gegeneinander auf. Da gibt es keine in der Zukunft lauernde Gefahr, die nicht schon bekannt wäre und sich beheben ließe, wenn nur, ja: Wenn nur die Rentner nicht auf Kosten der Jungen lebten, hätten alle ein Auskommen. Wenn nur die Arbeitslosen nicht so faul wären, könnten wir Vollbeschäftigung haben und volle Sozialkassen. Wenn nur die privaten Haushalte mehr Geld für Wärmedämmung einsetzen würden, könnte so manche Insel im Pazifik vor dem Untergang bewahrt werden. Ein ewiges Für und Wider: Mülltrennung, Frauenquote, Sommerzeit, Impfpflicht, Zölibat, usw., usw.

 
Das sorgt dafür, dass Zusammenhalt da, wo es ihn noch gibt, geschwächt oder ganz aufgelöst wird.

 
Vor allen wirklichen Gefahren beschützt uns das selbstgewählte Regime hauptsächlich durch Beschwichtigung und ggfs. durch die sich über Jahre hinziehende lückenlose Aufklärung bedauerlicher Einzelfälle, die sich leider nie ganz vermeiden lassen. Alle anderen Gefahren gehen vom Volk selbst aus – und wenn das Volk nicht in der Lage ist, diese Gefahren durch Einsicht selbst abzuwehren, dann wird es dennoch gerettet werden, weil die alternativlosen Konzepte für jedes mit Bedacht in die Welt gesetzte Problem auch längst fix und fertig in den Schubladen liegen.

 
Das Volk jedoch freut sich, wenn ihm jemand die Verantwortung abnimmt. Dass das die gleichen sind, die das Problem erst geschaffen haben und nun eine Lösung anbieten, die für alle Betroffenen schlechter ist als der Zustand vor der Implementierung des Problems, fällt gar nicht mehr auf. Man glaubt – endlich wieder sorglos – die Lösung sei alternativlos.

 
Meinen Sie nicht auch, dass es hin und wieder ganz gut wäre, im Angesicht von Meteoriteneinschlag und Sonnenfinsternis sehr aufmerksam nachzuforschen, aus welcher Ecke das so angekündigte Unheil wohl kommen könnte?

 
Ich bin sicher, da könnten viele fündig werden.

Quelle: Egon W. Kreutzer

Der Beitrag Gar schröckliche Zeichen des Himmels erschien zuerst auf Gegenwind e.V..

Hartz IV: Mitgift kein heimliches Vermögen

gegen-hartz.de - 18. März 2015 - 0:00
Ein für die Tochter angespartes Guthaben gilt nicht als anzurechnendes Vermögen der Eltern in Hartz IV-Bezug. Zu diesem Urteil kam das Amtsgericht Starnberg. Das Ehepaar hatte unwahre Angaben zu ihrer Vermögenssituation beim Jobcenter gemacht. Durch einen Datenabgleich flog der zunächst als Betrug erscheinende Vorgang...

Hartz IV: Weiterbildung Lama führen

gegen-hartz.de - 17. März 2015 - 0:00
In der aktuellen Folge der Reportagereihe „Team Wallraff“ von RTL wurde am Mittwoch Abend auf die desaströsen Zustände in deutschen Jobcentern aufmerksam gemacht. Demnach sind die Jobcenter-Mitarbeiter stark überlastet. Sie müssten deutlich mehr Hartz IV-Bezieher betreuen, als offiziell vorgesehen sei,...

80 Euro weniger Hartz IV für Behinderte

gegen-hartz.de - 17. März 2015 - 0:00
Seit der Neugestaltung der Regelbedarfsstufen im Jahr 2011 erhalten Menschen mit Behinderung, die von Angehörigen betreut werden, nur noch 80 Prozent der Grundsicherung von 399 Euro im Monat. Trotz mehrerer gegenteilig lautender Urteile des Bundessozialgerichts (BSG) hat die Bundesarbeits..

Armut durch Hartz-IV trifft bereits kleine Kinder

gegen-hartz.de - 17. März 2015 - 0:00
Kinder, deren Familie auf Hartz IV angewiesen sind, haben häufig bereits vor Schulbeginn große Defizite in der Sprache und beim Zählen. Zudem sind arme Kinder öfter von Übergewicht betroffen und haben weniger soziale Kontakte. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie...

Jobcenter sparen bei Weiterbildungen

gegen-hartz.de - 17. März 2015 - 0:00
Berliner Jobcenter könnten mehr Geld in Weiterbildung von Hartz IV-Beziehern investieren. Die Berliner Jobcenter geben ihre Mittel für die Weiterbildung, Qualifizierung und geförderte S...

Am meisten Hartz IV Sanktionen in Berlin

gegen-hartz.de - 16. März 2015 - 0:00
Wenn Hartz IV-Bezieher nicht zu einem Termin im Jobcenter erscheinen, eine Arbeitsgelegenheit ausschlagen oder andere Pflichtverletzungen begehen, werden sie mit einer Sanktion in Form einer Leistungskürzung vom Jobcenter bestraft. Diese Praxis ist höchst inhuman, da eine Kürzung der Hartz IV-Regelleistung immer zur Folge hat...